Der Spaziergang
1843Ihr Wälder schön an der Seite, Am grünen Abhang gemalt, Wo ich umher mich leite, Durch süße Ruh bezahlt Für jeden Stachel im Herzen, Wenn dunkel mir ist der Sinn, Den Kunst und Sinnen hat Schmerzen Gekostet von Anbeginn. Ihr lieblichen Bilder im Tale, Zum Beispiel Gärten und Baum, Und dann der Steg, der schmale, Der Bach zu sehen kaum, Wie schön aus heiterer Ferne Glänzt einem das herrliche Bild Der Landschaft, die ich gerne Besuch′ in Witterung mild. Die Gottheit freundlich geleitet Uns erstlich mit Blau, Hernach mit Wolken bereitet, Gebildet wölbig und grau, Mit sengenden Blitzen und Rollen Des Donners, mit Reiz des Gefilds, Mit Schönheit, die gequollen Vom Quell ursprünglichen Bilds.
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Interpretation
Das Gedicht "Der Spaziergang" von Friedrich Hölderlin beschreibt eine poetische Reise durch eine idyllische Landschaft, die als Zuflucht und Heilung für die innere Unruhe des lyrischen Ichs dient. Die Natur wird als ein Ort der Ruhe und Schönheit dargestellt, der Trost spendet und die Seele beruhigt. Die Wälder und Täler werden als "schön an der Seite" und "gemalt" beschrieben, was eine malerische Qualität der Landschaft betont. Der Spaziergang wird als Ausgleich
Schlüsselwörter
Wortwolke

Stilmittel
- Alliteration
- Mit Reiz des Gefilds, Mit Schönheit
- Anapher
- Ihr Wälder schön an der Seite, Am grünen Abhang gemalt, Wo ich umher mich leite
- Hyperbel
- Für jeden Stachel im Herzen
- Metapher
- Am grünen Abhang gemalt
- Personifikation
- Die Gottheit freundlich geleitet