Der Sommer

Friedrich Hölderlin

1843

Das Erntefeld erscheint, auf Höhen schimmert Der hellen Wolke Pracht, indes am weiten Himmel In stiller Nacht die Zahl der Sterne flimmert, Groß ist und weit von Wolken das Gewimmel.

Die Pfade gehn entfernter hin, der Menschen Leben, Es zeiget sich auf Meeren unverborgen, Der Sonne Tag ist zu der Menschen Streben Ein hohes Bild, und golden glänzt der Morgen.

Mit neuen Farben ist geschmückt der Gärten Breite, Der Mensch verwundert sich, dass sein Bemühn gelinget, Was er mit Tugend schafft, und was er hoch vollbringet, Es steht mit der Vergangenheit in prächtigem Geleite.

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Illustration zu Der Sommer

Interpretation

Das Gedicht "Der Sommer" von Friedrich Hölderlin beschreibt die Schönheit und Pracht des Sommers. Es beginnt mit der Beschreibung eines Erntefeldes und der schimmernden Wolken am Himmel. Die Stille der Nacht wird durch das Flackern der Sterne unterbrochen, während die Wolken in großer Zahl und Weite am Himmel zu sehen sind. Der Sommer wird als eine Zeit der Entfernung und des Strebens dargestellt, in der die Menschen ihre Ziele und Ambitionen verfolgen. Die Sonne wird als ein hohes Bild des menschlichen Strebens beschrieben, und der Morgen wird als golden glänzend dargestellt. Der zweite Teil des Gedichts beschreibt die Veränderungen in der Natur während des Sommers. Die Gärten sind mit neuen Farben geschmückt, und die Menschen sind erstaunt über den Erfolg ihrer Bemühungen. Die Tugend und die hohen Leistungen der Menschen werden mit der Vergangenheit in Verbindung gebracht und als prächtig dargestellt. Insgesamt vermittelt das Gedicht eine positive und optimistische Stimmung und betont die Schönheit und Bedeutung des Sommers für die Menschen.

Schlüsselwörter

menschen erntefeld erscheint höhen schimmert hellen wolke pracht

Wortwolke

Wortwolke zu Der Sommer

Stilmittel

Alliteration
Pfade gehn entfernter hin
Bildlichkeit
Mit neuen Farben ist geschmückt der Gärten Breite
Hyperbel
Groß ist und weit von Wolken das Gewimmel
Kontrast
In stiller Nacht die Zahl der Sterne flimmert
Metapher
Der hellen Wolke Pracht
Parallelismus
Was er mit Tugend schafft, und was er hoch vollbringet
Personifikation
Der Sonne Tag ist zu der Menschen Streben Ein hohes Bild