Der Sommer [3]

Friedrich Hölderlin

1792

Noch ist die Zeit des Jahrs zu sehn, und die Gefilde Des Sommers stehn in ihrem Glanz, in ihrer Milde; Des Feldes Grün ist prächtig ausgebreitet, Allwo der Bach hinab mit Wellen gleitet.

So zieht der Tag hinaus durch Berg′ und Tale, Mit seiner Unaufhaltsamkeit und seinem Strahle, Und Wolken ziehn in Ruh′, in hohen Räumen, Es scheint das Jahr mit Herrlichkeit zu säumen.

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Interpretation

Das Gedicht "Der Sommer [3]" von Friedrich Hölderlin ist eine lyrische Beschreibung der Schönheit und Pracht des Sommers. Der Dichter zeichnet ein lebendiges Bild der Jahreszeit, in der die Felder in voller Pracht erstrahlen und die Bäche sanft dahinfließen. Die Natur wird als Ort des Glanzes und der Milde dargestellt, was eine harmonische und friedliche Atmosphäre vermittelt. In den folgenden Zeilen erweitert Hölderlin die Beschreibung auf den gesamten Tag, der unaufhaltsam durch Berge und Täler zieht. Die Sonne strahlt mit ihrer Kraft und die Wolken ziehen in Ruhe durch den Himmel. Diese Bilder vermitteln eine Atmosphäre der Ruhe und Gelassenheit, die den Sommer charakterisiert. Die Natur wird als Ort der Schönheit und des Glanzes dargestellt, der den Betrachter in seinen Bann zieht. Das Gedicht endet mit dem Bild des Jahres, das sich mit Herrlichkeit säumt. Dies deutet darauf hin, dass der Sommer eine Zeit des Überflusses und der Fülle ist, in der die Natur ihre volle Pracht entfaltet. Hölderlin vermittelt durch seine lyrische Sprache eine tiefe Verbundenheit mit der Natur und eine Bewunderung für ihre Schönheit. Das Gedicht lädt den Leser ein, die Pracht des Sommers zu genießen und die Harmonie der Natur zu schätzen.

Schlüsselwörter

zeit jahrs sehn gefilde sommers stehn glanz milde

Wortwolke

Wortwolke zu Der Sommer [3]

Stilmittel

Alliteration
Seiner Unaufhaltsamkeit und seinem Strahle
Hyperbel
Des Feldes Grün ist prächtig ausgebreitet
Metapher
Wolken ziehn in Ruh′, in hohen Räumen
Personifikation
Es scheint das Jahr mit Herrlichkeit zu säumen