Der Skeptiker spricht
1844Halb ist dein Leben um, der Zeiger rückt, die Seele schaudert dir! Lang schweift sie schon herum und sucht und fand nicht - und sie zaudert hier?
Halb ist dein Leben um: Schmerz wars und Irrtum, Stund um Stund dahier! Was suchst du noch? Warum? - - Dies eben such ich - Grund um Grund dafür!
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Interpretation
Das Gedicht "Der Skeptiker spricht" von Friedrich Nietzsche handelt von der existenziellen Frage nach dem Sinn des Lebens. Der Sprecher reflektiert über die Vergänglichkeit der Zeit und die Suche nach einem tieferen Verständnis des Lebens. Er stellt fest, dass die Hälfte seines Lebens bereits vergangen ist und dass er bisher nur Schmerz und Irrtum erfahren hat. Trotzdem sucht er weiter nach einem Grund für sein Dasein. Die Stimmung des Gedichts ist melancholisch und nachdenklich. Der Sprecher ist sich bewusst, dass die Zeit vergeht und dass er bisher keine Antwort auf die Frage nach dem Sinn des Lebens gefunden hat. Er zögert jedoch nicht, weiterzusuchen, auch wenn er weiß, dass er möglicherweise nie eine Antwort finden wird. Das Gedicht vermittelt eine tiefe Sehnsucht nach Sinn und Verständnis, die trotz aller Zweifel und Enttäuschungen weiterhin besteht. Insgesamt ist "Der Skeptiker spricht" ein Gedicht über die menschliche Suche nach Sinn und Verständnis. Es zeigt die Verletzlichkeit und Unsicherheit des Menschen, aber auch seine unerschütterliche Neugier und seinen Wunsch, die Welt um sich herum zu verstehen. Das Gedicht ist eine Reflexion über die menschliche Existenz und die ewige Suche nach dem, was uns antreibt und uns am Leben hält.
Schlüsselwörter
Wortwolke

Stilmittel
- Anapher
- Halb ist dein Leben um
- Kontrast
- Schmerz wars und Irrtum, Stund um Stund dahier
- Metapher
- der Zeiger rückt
- Personifikation
- die Seele schaudert dir
- Rhetorische Frage
- Was suchst du noch? Warum?