Der Schreckenberger
1788Aufs Wohlsein meiner Dame, Eine Windfahn ist ihr Panier, Fortuna ist ihr Name, Das Lager ihr Quartier!
Und wendet sie sich weiter, Ich kümmre mich nicht drum, Da draußen ohne Reiter, Da geht die Welt so dumm.
Statt Pulverblitz und Knattern Aus jedem wüsten Haus Gevattern sehn und schnattern Alle Lust zum Land hinaus.
Fortuna weint vor Ärger, Es rinnet Perl auf Perl. »Wo ist der Schreckenberger? Das war ein andrer Kerl.«
Sie tut den Arm mir reichen, Fama bläst das Geleit, So zu dem Tempel steigen Wir der Unsterblichkeit.
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Interpretation
Das Gedicht "Der Schreckenberger" von Joseph von Eichendorff handelt von einer Dame namens Fortuna, die als Symbol für das Glück steht. Sie ist von Windfahnen und ihrem Quartier umgeben und sucht nach dem Schreckenberger, einem Mann, der ihr früher Mut gemacht hat. Die Welt außerhalb ist jedoch dumm und leer, und alle Lust geht hinaus aufs Land. Fortuna weint vor Ärger und fragt sich, wo der Schreckenberger geblieben ist. Der Erzähler bietet ihr seinen Arm an und sie steigen gemeinsam zum Tempel der Unsterblichkeit auf, begleitet von Fama, der Göttin des Ruhms.
Schlüsselwörter
Wortwolke

Stilmittel
- Alliteration
- Da draußen ohne Reiter
- Bildsprache
- Es rinnet Perl auf Perl
- Hyperbel
- Alle Lust zum Land hinaus
- Kontrast
- Statt Pulverblitz und Knattern / Gevattern sehn und schnattern
- Metapher
- Eine Windfahn ist ihr Panier
- Personifikation
- Fortuna weint vor Ärger
- Symbolik
- Das Lager ihr Quartier