Der schlimmste Egoist

Friedrich Hebbel

1813

Egoisten sind alle. Der schlimmste aber ist jener, Welcher nicht glaubt, es zu sein, weil es am Maß ihm gebricht.

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Interpretation

Das Gedicht "Der schlimmste Egoist" von Friedrich Hebbel behandelt das Thema Egoismus und Selbstreflexion. Hebbel stellt die These auf, dass alle Menschen in gewissem Maße egoistisch sind. Der schlimmste Egoist ist jedoch derjenige, der sich selbst nicht als solchen erkennt, weil ihm das Maß fehlt, um sein eigenes Verhalten zu beurteilen. Der erste Vers "Egoisten sind alle" stellt eine allgemeine Aussage auf, die den Leser direkt anspricht. Es suggeriert, dass Egoismus ein universelles menschliches Merkmal ist, das in jedem von uns vorhanden ist, wenn auch in unterschiedlichem Ausmaß. Im zweiten Vers wird die Definition des "schlimmsten Egoisten" präzisiert. Dieser ist nicht der, der am meisten egoistisch handelt, sondern derjenige, der sich selbst für nicht egoistisch hält. Das Fehlen des "Maßes" bezieht sich auf die Unfähigkeit zur Selbstreflexion und Selbstkritik. Es ist die Blindheit gegenüber den eigenen Fehlern und Schwächen, die diesen Menschen zum schlimmsten Egoisten macht. Die Kürze des Gedichts unterstreicht die Eindringlichkeit der Aussage. Hebbel fordert den Leser auf, über sein eigenes Verhalten nachzudenken und sich selbst kritisch zu hinterfragen. Das Gedicht regt zur Selbstreflexion an und mahnt zur Bescheidenheit im Umgang mit sich selbst und anderen.

Schlüsselwörter

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Wortwolke

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Stilmittel

Antithese
Egoisten sind alle. Der schlimmste aber ist jener
Ironie
jener, Welcher nicht glaubt, es zu sein, weil es am Maß ihm gebricht
Rhetorische Frage
Es ist impliziert, dass der Leser sich fragt, wer der schlimmste Egoist sein könnte