Der Sämann

Friedrich von Schiller

1805

Siehe, voll Hoffnung vertraust du der Erde den goldenen Samen Und erwartest im Lenz fröhlich die keimende Saat Nur in die Furche der Zeit bedenkst du dich Taten zu streuen, Die, von der Weisheit gesät, still für die Ewigkeit blühn?

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Interpretation

Das Gedicht "Der Sämann" von Friedrich von Schiller ist eine metaphorische Betrachtung über die Natur der Zeit und die Bedeutung unserer Taten. Es vergleicht das Säen von Samen mit dem Setzen von Taten in der Welt und regt zum Nachdenken über die Vergänglichkeit des Lebens und die Wirkung unserer Handlungen an. Der erste Vers beschreibt die Hoffnung, mit der man der Erde den Samen anvertraut. Dies symbolisiert das Vertrauen in die Zukunft und den Glauben an das Wachstum und die Ernte. Der zweite Vers bezieht sich auf die Erwartung der Saat im Frühling, was die Vorfreude auf die Früchte unserer Arbeit darstellt. Der dritte Vers lenkt den Blick auf die "Furche der Zeit" und die Taten, die wir säen. Hier wird die Metapher des Säens auf das menschliche Handeln übertragen. Es wird gefragt, ob wir genauso sorgfältig und hoffnungsvoll unsere Taten setzen wie den Samen in die Erde. Der letzte Vers betont die Beständigkeit und den Wert von Taten, die von Weisheit geleitet sind. Diese Taten werden als "still für die Ewigkeit blühend" beschrieben, was ihre zeitlose Wirkung und Bedeutung unterstreicht. Insgesamt lädt das Gedicht dazu ein, über die Qualität und die Auswirkungen unserer Handlungen nachzudenken. Es regt dazu an, weise und bedachte Taten zu setzen, die über die eigene Lebenszeit hinaus wirken und Bestand haben.

Schlüsselwörter

siehe voll hoffnung vertraust erde goldenen samen erwartest

Wortwolke

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Stilmittel

Hyperbel
still für die Ewigkeit blühn
Metapher
Siehe, voll Hoffnung vertraust du der Erde den goldenen Samen
Personifikation
Die, von der Weisheit gesät, still für die Ewigkeit blühn
Rhetorische Frage
Nur in die Furche der Zeit bedenkst du dich Taten zu streuen, Die, von der Weisheit gesät, still für die Ewigkeit blühn?