Der Ruhm

Friedrich Hölderlin

1843

Es knüpft an Gott der Wohllaut, der geleitet, Ein sehr berühmtes Ohr, denn wunderbar Ist ein berühmtes Leben groß und klar, Es geht der Mensch zu Fuße oder reitet.

Der Erde Freuden, Freundlichkeit und Güter, Der Garten, Baum, der Weinberg mit dem Hüter, Sie scheinen mir ein Widerglanz des Himmels, Gewähret von dem Geist den Söhnen des Gewimmels. -

Wenn Einer ist mit Gütern reich beglücket, Wenn Obst den Garten ihm, und Gold ausschmücket Die Wohnung und das Haus, was mag er haben Noch mehr in dieser Welt, sein Herz zu laben?

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Interpretation

Das Gedicht "Der Ruhm" von Friedrich Hölderlin beschäftigt sich mit der Verbindung zwischen göttlicher Schönheit und menschlichem Ruhm. Es beginnt mit der Vorstellung, dass der Wohlklang, der den Menschen leitet, an Gott geknüpft ist und ein berühmtes Ohr benötigt, um die wunderbare Größe und Klarheit eines berühmten Lebens wahrzunehmen. Der Mensch kann zu Fuß gehen oder reiten, aber der Weg zum Ruhm ist stets von einer göttlichen Präsenz begleitet. Im zweiten Teil des Gedichts vergleicht Hölderlin die Freuden der Erde, wie Freundlichkeit, Güter, Gärten, Bäume und Weinberge, mit einem Spiegelbild des Himmels. Diese irdischen Güter werden als Geschenk des Geistes an die "Söhne des Gewimmels" dargestellt, was auf die Vielzahl der Menschen hinweist, die diese Gaben empfangen. Der Dichter sieht in diesen Gaben einen göttlichen Ursprung und eine Verbindung zum Himmlischen. Abschließend reflektiert Hölderlin über den Reichtum und die Fülle, die ein Mensch in dieser Welt besitzen kann. Er fragt, was ein Mensch noch mehr haben könnte, um sein Herz zu erfreuen, wenn er bereits mit Gütern, Obst, Gold und einem prächtigen Haus gesegnet ist. Diese Frage unterstreicht die Idee, dass wahre Erfüllung und Ruhm nicht in materiellen Dingen zu finden sind, sondern in der Anerkennung und Wertschätzung der göttlichen Gaben und der Schönheit des Lebens.

Schlüsselwörter

berühmtes garten knüpft gott wohllaut geleitet ohr wunderbar

Wortwolke

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Stilmittel

Alliteration
Es geht der Mensch zu Fuße oder reitet
Anapher
Wenn Einer ist mit Gütern reich beglücket, Wenn Obst den Garten ihm, und Gold ausschmücket
Hyperbel
Ein sehr berühmtes Ohr
Metapher
Es knüpft an Gott der Wohllaut, der geleitet
Personifikation
Der Garten, Baum, der Weinberg mit dem Hüter
Vergleich
Sie scheinen mir ein Widerglanz des Himmels