Der Regen scheint besessen
1867Ich hör′ den Regen dreschen Und übers Pflaster fegen. Der Regen scheint besessen Und will die Welt auffressen.
Ich muss mich näher legen Ins Bett zu meiner Frauen. Wird sich ihr Äuglein regen, Kann ich ins Blaue schauen.
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Interpretation
Das Gedicht "Der Regen scheint besessen" von Max Dauthendey beschreibt die Kraft und Wildheit eines Regensturms, der die Welt zu verschlingen scheint. Der Regen wird als besessen und zerstörerisch dargestellt, der über das Pflaster fegt und alles in seinem Weg zu verschlingen droht. Der Sprecher reagiert auf den Sturm, indem er sich näher an seine Frau im Bett legt. Er scheint Trost und Schutz in ihrer Nähe zu suchen, während der Sturm draußen tobt. Der Regen und der Sturm werden als bedrohlich und unkontrollierbar dargestellt, während das Bett und die Frau als sicherer Hafen und Zuflucht dienen. Im letzten Vers deutet der Sprecher an, dass er, wenn seine Frau aufwacht und ihre Augen öffnet, in die Ferne blicken kann. Dies könnte als Sehnsucht nach Freiheit und Flucht vor der Enge und Bedrohung des Sturms interpretiert werden. Das "Blaue" könnte die Weite des Himmels oder des Meeres symbolisieren, wohin sich der Sprecher sehnsüchtig sehnt.
Schlüsselwörter
Wortwolke

Stilmittel
- Alliteration
- Ich hör′ den Regen dreschen
- Binnenreim
- Ich hör′ den Regen dreschen
- Enjambement
- Ich hör′ den Regen dreschen Und übers Pflaster fegen.
- Metapher
- Der Regen scheint besessen
- Personifikation
- Der Regen scheint besessen Und will die Welt auffressen
- Reimschema
- aabb