Der Morgen
1810Fliegt der erste Morgenstrahl Durch das stille Nebeltal, Rauscht erwachend Wald und Hügel: Wer da fliegen kann, nimmt Flügel!
Und sein Hütlein in die Luft Wirft der Mensch vor Lust und ruft: Hat Gesang doch auch noch Schwingen, Nun, so will ich fröhlich singen!
Hinaus, o Mensch, weit in die Welt, Bangt dir das Herz in krankem Mut; Nichts ist so trüb in Nacht gestellt, Der Morgen leicht machts wieder gut.
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Interpretation
Das Gedicht "Der Morgen" von Joseph von Eichendorff beschreibt die Erweckung der Natur und des Menschen durch den ersten Sonnenstrahl. Die Natur erwacht mit einem Rauschen, und wer fliegen kann, ergreift die Flügel. Auch der Mensch wirft sein Hütlein in die Luft und ruft voller Freude, dass er nun singen will, da auch der Gesang Flügel hat. Der zweite Teil des Gedichts richtet sich direkt an den Menschen. Er soll hinaus in die Welt gehen, auch wenn ihm das Herz in krankem Mut bangt. Doch nichts ist so trüb, dass die Nacht es nicht wieder gut machen könnte. Der Morgen bringt Leichtigkeit und vertreibt die Dunkelheit. Insgesamt vermittelt das Gedicht eine optimistische Botschaft. Die Natur erwacht zu neuem Leben, und auch der Mensch soll sich von der Freude und Leichtigkeit des Morgens anstecken lassen. Trotz aller Sorgen und Ängste gibt es immer einen neuen Tag und die Möglichkeit, neu anzufangen.
Schlüsselwörter
Wortwolke

Stilmittel
- Hyperbel
- Und sein Hütlein in die Luft wirft der Mensch vor Lust und ruft
- Kontrast
- Nichts ist so trüb in Nacht gestellt, Der Morgen leicht machts wieder gut
- Metapher
- Wer da fliegen kann, nimmt Flügel
- Personifikation
- Rauscht erwachend Wald und Hügel