Der Mond an gewisse Sänger
1852Hört auf, ihr Dichter! Stellt es ein, Dies aberwitz´ge Verse-Lallen! Denn fahrt ihr fort mit euren Reimerei´n- Ich schwör es euch bei meinem Schein!- So werd´ich schließlich aus den Wolken fallen!
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Interpretation
Das Gedicht "Der Mond an gewisse Sänger" von Oscar Blumenthal ist eine humorvolle und leicht ironische Auseinandersetzung mit der Kunst des Dichtens. Der Mond spricht direkt zu den Dichtern und fordert sie auf, ihre "Verse-Lallen" einzustellen. Dies deutet auf eine Kritik an der manchmal als überflüssig empfundenen poetischen Ausdrucksweise hin. Der Mond droht damit, aus den Wolken zu fallen, sollte das "Reimen" nicht aufhören. Diese Drohung ist natürlich übertrieben und komisch, da der Mond nicht physisch aus den Wolken fallen kann. Es symbolisiert die Absurdität, die der Mond in der fortwährenden Dichterei sieht, und unterstreicht die humorvolle Natur des Gedichts. Insgesamt vermittelt das Gedicht eine Botschaft über die Grenzen der poetischen Freiheit und die mögliche Überdramatisierung in der Dichtkunst. Es regt den Leser dazu an, über den Wert und die Wirkung von Poesie nachzudenken, während es gleichzeitig mit einem Augenzwinkern auf die manchmal selbstverliebte Natur der Dichter anspielt.
Schlüsselwörter
Wortwolke

Stilmittel
- Anrede
- Hört auf, ihr Dichter! Stellt es ein, Dies aberwitz´ge Verse-Lallen!
- Ausruf
- Denn fahrt ihr fort mit euren Reimerei´n-
- Drohung
- So werd´ich schließlich aus den Wolken fallen!
- Schwurformel
- Ich schwör es euch bei meinem Schein!