Der Mond
1744Und grämt dich, Edler, noch ein Wort Der kleinen Neidgesellen? Der hohe Mond, er leuchtet dort, Und läßt die Hunde bellen Und schweigt und wandelt ruhig fort, Was Nacht ist, aufzuhellen.
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Interpretation
Das Gedicht "Der Mond" von Johann Gottfried von Herder vermittelt eine tiefgründige Botschaft über Selbstbewusstsein und innere Stärke. Der Mond wird als Symbol für eine edle und erhabene Persönlichkeit dargestellt, die unbeeindruckt von den neidischen und kritischen Bemerkungen anderer bleibt. Der Mond leuchtet unaufhörlich und lässt die "Hunde bellen", was die Ignoranz gegenüber negativen Einflüssen symbolisiert. In der zweiten Strophe wird die Ruhe und Beständigkeit des Mondes betont. Er "schweigt und wandelt ruhig fort", was die Fähigkeit ausdrückt, gelassen durch das Leben zu gehen, ohne sich von äußeren Störungen beeinflussen zu lassen. Der Mond erhellt die Nacht, was metaphorisch für das Hervorbringen von Licht und Positivität in dunklen Zeiten steht. Das Gedicht schließt mit der Aufforderung an den "Edlen", sich nicht von den "kleinen Neidgesellen" beirren zu lassen. Herder ermutigt dazu, wie der Mond zu sein – standhaft, leuchtend und unbeeindruckt von den kleinlichen Bemerkungen anderer. Die Botschaft ist klar: wahre Größe liegt darin, sich auf das eigene Ziel zu konzentrieren und die Dunkelheit mit dem eigenen Licht zu erhellen.
Schlüsselwörter
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Stilmittel
- Metapher
- Was Nacht ist, aufzuhellen
- Personifikation
- Der hohe Mond, er leuchtet dort, Und läßt die Hunde bellen Und schweigt und wandelt ruhig fort