Der Mensch
1677Das größte Wunderding ist doch der Mensch allein: Er kann, nach dem er′s macht, Gott oder Teufel sein.
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Interpretation
Das Gedicht "Der Mensch" von Angelus Silesius ist eine tiefgründige Reflexion über die menschliche Natur und die Freiheit des Willens. In nur zwei Zeilen fasst der Autor die Essenz des Menschseins zusammen, indem er den Menschen als das "größte Wunderding" bezeichnet. Dies deutet darauf hin, dass der Mensch eine einzigartige und faszinierende Kreatur ist, die in der Lage ist, über ihr eigenes Schicksal zu bestimmen. Der zweite Teil des Gedichts betont die Dualität der menschlichen Natur. Der Mensch hat die Fähigkeit, sowohl Gott als auch Teufel zu sein, je nach seinen Handlungen und Entscheidungen. Dies unterstreicht die Idee, dass der Mensch die Verantwortung für sein eigenes Handeln trägt und die Wahl hat, ob er sich für das Gute oder das Böse entscheidet. Die Verwendung der Worte "Gott" und "Teufel" verdeutlicht die extremen Möglichkeiten, die dem Menschen zur Verfügung stehen. Insgesamt vermittelt das Gedicht eine starke Botschaft über die Macht und Verantwortung des Menschen. Es ermutigt den Leser, sich bewusst zu sein, dass jede Entscheidung und jedes Handeln Konsequenzen hat und dass der Mensch die Fähigkeit besitzt, sein eigenes Schicksal zu gestalten. Das Gedicht regt zum Nachdenken über die menschliche Natur und die Bedeutung der freien Willensentscheidung an.
Schlüsselwörter
Wortwolke

Stilmittel
- Hyperbel
- Das größte Wunderding ist doch der Mensch allein
- Metapher
- Gott oder Teufel sein