Der Mensch ist bald vergessen
1797Der Mensch ist bald vergessen der Mensch vergisst so bald, der Mensch hat nichts besessen, er sterb’ jung oder alt.
Der Mensch ist bald vergessen, nur Gott vergisst uns nicht, hat unser Herz ermessen, wenn es in Schmerzen bricht.
Wir steigen im Gebete zu ihm wie aus dem Tod, sein Hauch, der uns durchwehte, tat unserm Herzen not.
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Interpretation
Das Gedicht "Der Mensch ist bald vergessen" von Achim von Arnim behandelt die Vergänglichkeit des menschlichen Lebens und die Unvergänglichkeit der göttlichen Erinnerung. Es beginnt mit der Betonung, dass der Mensch schnell vergessen wird, unabhängig von seinem Alter oder Besitz. Dies unterstreicht die flüchtige Natur menschlichen Daseins und die Nichtigkeit weltlicher Errungenschaften. Im zweiten Teil des Gedichts wird die ewige Erinnerung Gottes kontrastiert. Gott vergisst uns nicht und kennt die Tiefe unseres Herzens, besonders in Zeiten des Schmerzes. Dies vermittelt eine Botschaft der Hoffnung und des Trostes, da die göttliche Erinnerung die menschliche Vergänglichkeit übersteigt. Der letzte Teil des Gedichts beschreibt die Verbindung zwischen Mensch und Gott durch das Gebet. Der Mensch steigt zu Gott empor, als ob er aus dem Tod aufersteht, und der göttliche Hauch, der durchweht, erfüllt das Herz mit Notwendigkeit und Bedeutung. Dies symbolisiert die spirituelle Erneuerung und die tiefe Verbindung, die durch das Gebet erreicht werden kann.
Schlüsselwörter
Wortwolke

Stilmittel
- Anapher
- Der Mensch ist bald vergessen
- Bildlichkeit
- Wir steigen im Gebete zu ihm wie aus dem Tod
- Kontrast
- Der Mensch ist bald vergessen, nur Gott vergisst uns nicht
- Metapher
- wenn es in Schmerzen bricht
- Personifikation
- sein Hauch, der uns durchwehte