Der Marsch

August Stramm

1874

Rum und Trum Rum und Trum “Potz Kerle! hebt die Beine!” Rum und Trum Rum und Trum “Verfluchte Sonne!” … Schweine!

Flüt und Tü Flüt und Tü “Der Brand! … die heiße Kehle!” Flüt und Tü Flüt und Tü “Wie lang noch das Gequäle?!”

Träterä Träterä “Ei schaut! bläht dort das Röckchen!” Träterä Träterä “Verteufelt steht das Böckchen!”

Rum und Trum Rumlidibum “Wie blinkt das Dörfchen heiter!” Flüt und Tü Träterä Und “weiter! weiter! weiter!”

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Illustration zu Der Marsch

Interpretation

Das Gedicht "Der Marsch" von August Stramm ist ein dadaistisches Werk, das den Rhythmus und die Monotonie eines Marsches nachahmt. Der Titel selbst deutet auf einen militärischen Kontext hin, und das Gedicht scheint die Erfahrungen von Soldaten auf einem Marsch zu beschreiben. Die wiederholten Phrasen "Rum und Trum" und "Flüt und Tü" sowie "Träterä" imitieren die rhythmischen Schritte der Soldaten und erzeugen einen hypnotischen, fast tranceartigen Effekt. Die Interpretation des Gedichts könnte sich auf die psychologische Wirkung des Marsches auf die Soldaten konzentrieren. Die wiederholten Phrasen und die rhythmische Struktur des Gedichts könnten als Metapher für die Monotonie und das repetitive Wesen des Militärlebens dienen. Die Ausrufe und Kommentare der Soldaten, wie "Potz Kerle! hebt die Beine!" und "Verfluchte Sonne!", könnten als Ausdruck ihrer Frustration und Erschöpfung interpretiert werden. Die Erwähnung des "Brand" und der "heißen Kehle" könnte auf die physischen Strapazen des Marsches hinweisen, während die Frage "Wie lang noch das Gequäle?!" die psychologische Belastung der Soldaten zum Ausdruck bringt. Die letzten Zeilen des Gedichts, in denen die Soldaten das "Dörfchen" sehen und weiter marschieren, könnten als Metapher für die Hoffnung auf ein Ende ihrer Qualen und die Fortsetzung ihrer Reise dienen. Die Wiederholung von "weiter! weiter! weiter!" am Ende des Gedichts könnte als Ausdruck der unerbittlichen Natur des Marsches und des unaufhaltsamen Voranschreitens der Soldaten interpretiert werden. Insgesamt ist "Der Marsch" ein kraftvolles und eindringliches Gedicht, das die physischen und psychologischen Auswirkungen des Militärlebens auf die Soldaten eindrucksvoll darstellt.

Schlüsselwörter

rum trum flüt träterä weiter potz kerle hebt

Wortwolke

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Stilmittel

Anapher
Rum und Trum, Flüt und Tü, Träterä
Ausruf
"Potz Kerle! hebt die Beine!", "Verfluchte Sonne! ... Schweine!", "Der Brand! ... die heiße Kehle!", "Wie lang noch das Gequäle?!", "Ei schaut! bläht dort das Röckchen!", "Verteufelt steht das Böckchen!", "Wie blinkt das Dörfchen heiter!"
Befehl
"weiter! weiter! weiter!"
Dialog
Die Ausrufe und Befehle innerhalb der Strophen
Onomatopoesie
Rum und Trum, Flüt und Tü, Träterä, Rumlidibum