Der Maiabend

Johann Heinrich Voß

1771

Umweht von Maiduft, unter des Blütenbaums Helldunkel sehn wir Abendgewölk’ verglüh’n, des vollen Mond’s Aufgang erwartend und Philomelengesäng’ im Talbusch.

Lau war die Dämm’rung, traulicher scherzten wir, mit nachgeahmter Fröhlichkeit bald verstummt, in holdem Tiefsinn saß das Mägdlein, flüsterte wollen wir gehn, und ging nicht.

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Interpretation

Das Gedicht "Der Maiabend" von Johann Heinrich Voß beschreibt eine romantische Szene im Mai, in der sich zwei Liebende unter einem blühenden Baum befinden. Die Atmosphäre ist erfüllt von dem Duft der Blumen und dem Gesang der Nachtigall. Der Abendhimmel wird von den aufsteigenden Wolken erhellt, während der Mond aufgeht und die Szene in ein sanftes Licht taucht. Die Liebenden sitzen in der Dämmerung und genießen die Nähe zueinander. Die Stimmung ist locker und fröhlich, aber auch tiefgründig und nachdenklich. Das Mädchen scheint in Gedanken versunken zu sein, während der Mann versucht, sie zum Gehen zu bewegen. Doch sie bleibt sitzen und scheint nicht bereit, die romantische Atmosphäre zu verlassen. Das Gedicht vermittelt eine Atmosphäre von Intimität und Verbundenheit zwischen den Liebenden. Die Natur um sie herum scheint ihre Gefühle zu verstärken und ihnen einen Rahmen zu geben, in dem sie sich sicher und geborgen fühlen können. Das Gedicht endet mit dem Versprechen, dass die Liebenden noch eine Weile bleiben werden, um die Schönheit des Maiabends zu genießen.

Schlüsselwörter

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Wortwolke

Wortwolke zu Der Maiabend

Stilmittel

Anspielung
Philomelengesäng’
Bildlichkeit
Lau war die Dämm’rung
Metapher
holdem Tiefsinn
Personifikation
flüsterte wollen wir gehn, und ging nicht