Der lachende Engel
1863Wie war′s doch nur? Im Himmel schwebten Große blanke Diskusscheiben - Auf denen drehten sich blutrote Nüsse. Doch alles schlug ein böser Geist entzwei. Ein Engel lacht dazu Und spritzt mit Vitriol. Jawohl! Jawohl
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Interpretation
Das Gedicht "Der lachende Engel" von Paul Scheerbart beschreibt eine surreale und verstörende Szene im Himmel. Es beginnt mit der Darstellung großer, glänzender Diskusscheiben, auf denen sich blutrote Nüsse drehen. Diese ungewöhnliche und beunruhigende Bildsprache erzeugt eine Atmosphäre des Unbehagens und der Verwirrung. Die Harmonie dieser himmlischen Szenerie wird durch einen bösen Geist gestört, der alles entzweit. Dieser Akt der Zerstörung deutet auf einen Konflikt oder eine Disharmonie hin, die die idyllische Darstellung des Himmels durchbricht. Die Gewalt und der Bruch mit der erwarteten himmlischen Ruhe tragen zur beunruhigenden Stimmung des Gedichts bei. Ein Engel tritt auf, der über diese Zerstörung lacht und Vitriol verspritzt. Das Lachen des Engels inmitten des Chaos und die Verwendung von Vitriol, einer ätzenden Substanz, verstärken die bizarre und verstörende Natur der Szene. Der Engel scheint eine perverse Freude an der Zerstörung zu empfinden, was die Ambivalenz und den Widerspruch in der Darstellung des himmlischen Reiches unterstreicht. Das Gedicht endet mit einem bekräftigenden "Jawohl! Jawohl", was die unheimliche und verstörende Atmosphäre noch verstärkt und den Leser mit einem Gefühl der Unruhe und Verwirrung zurücklässt.
Schlüsselwörter
Wortwolke

Stilmittel
- Bildsprache
- Im Himmel schwebten Große blanke Diskusscheiben
- Metapher
- Blutrote Nüsse
- Personifikation
- Ein Engel lacht dazu
- Symbolik
- Vitriol
- Wiederholung
- Jawohl! Jawohl