Der Kuss
1726Ich war bei Chloen ganz allein, Und küssen wollt ich sie: Jedoch sie sprach: sie würde schrein, Es sei vergebne Müh! Doch wagt ich es, und küsste sie, Wie oft? fällt mir nicht ein! Und schrie sie nicht? Ja wohl, sie schrie - - Doch lange hinter drein.
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Interpretation
Das Gedicht "Der Kuss" von Christian Felix Weiße erzählt von einem heimlichen Treffen zwischen dem lyrischen Ich und Chloen. Das Gedicht beginnt damit, dass das lyrische Ich allein bei Chloen ist und sie küssen möchte. Chloen warnt jedoch davor, dass sie schreien würde, wenn er es versucht, und dass es vergebliche Mühe wäre. Trotz ihrer Warnung wagt das lyrische Ich den Kuss und küsst sie. Die genaue Anzahl der Küsse kann sich das lyrische Ich nicht mehr erinnern. Die Interpretation des Gedichts legt nahe, dass es sich um eine spielerische und möglicherweise erotische Begegnung handelt. Chloens Warnung, dass sie schreien würde, könnte als eine Art Spiel oder Verführung interpretiert werden. Das lyrische Ich ignoriert ihre Warnung und küsst sie trotzdem. Die Tatsache, dass Chloen schließlich doch schreit, aber erst "lange hinter drein", deutet darauf hin, dass sie den Kuss genossen hat und sich möglicherweise sogar gewünscht hat, dass er es wagt. Das Gedicht könnte als eine Darstellung der Verführung und des gegenseitigen Verlangens zwischen dem lyrischen Ich und Chloen interpretiert werden.
Schlüsselwörter
Wortwolke

Stilmittel
- Betonung
- Doch lange hinter drein
- Enjambement
- Doch wagt ich es, und küsste sie, Wie oft? fällt mir nicht ein!
- Reimschema
- AABB
- Wiederholung
- schrie sie nicht? Ja wohl, sie schrie - -