Der Kuß

Friedrich von Hagedorn

1754

Wie unvergleichlich ist Die Schöne, die recht küßt! In ihren Küssen steckt Was Tausend Lust erweckt.

Den Mund gab die Natur Uns nicht zur Sprache nur: Das, was ihn süßer macht, Ist, daß er küßt und lacht.

Ach, überzeuge dich Davon, mein Kind! durch mich Und nimm und gib im Kuß Der Freuden Ueberfluß.

Anhören

Das Gedicht als Bild, zum Downloaden und Teilen

Illustration zu Der Kuß

Interpretation

Das Gedicht "Der Kuß" von Friedrich von Hagedorn preist die unvergleichliche Schönheit einer Frau, die recht küsst. Der Dichter beschreibt, dass in ihren Küssen eine besondere Anziehungskraft liegt, die unzählige Freuden weckt. Die Natur habe den Mund nicht nur zur Sprache gegeben, sondern auch zum Küssen und Lachen, was ihn noch süßer mache. Der Autor appelliert an sein Kind, sich selbst von der Wirkung eines richtigen Kusses zu überzeugen. Er ermutigt dazu, im Kuss sowohl zu nehmen als auch zu geben, um so den Überfluss an Freuden zu erfahren. Das Gedicht vermittelt eine sinnliche und romantische Stimmung, in der der Kuss als Ausdruck von Liebe und Leidenschaft gefeiert wird.

Schlüsselwörter

küßt unvergleichlich schöne recht küssen steckt tausend lust

Wortwolke

Wortwolke zu Der Kuß

Stilmittel

Alliteration
Das, was ihn süßer macht, Ist, daß er küßt und lacht
Apostrophe
Ach, überzeuge dich Davon, mein Kind! durch mich
Metapher
Wie unvergleichlich ist Die Schöne, die recht küßt!
Parallelismus
und nimm und gib im Kuß Der Freuden Ueberfluß
Personifikation
Den Mund gab die Natur Uns nicht zur Sprache nur