Der Kritiker
1811»Gottgesandter, sieh da! Wenn du das bist, so verschaff dir Glauben.« - Der Narr, der! Er hört nicht, was ich eben gesagt.
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Interpretation
Das Gedicht "Der Kritiker" von Heinrich von Kleist thematisiert die Schwierigkeit, andere von der eigenen Meinung zu überzeugen. Der Sprecher wendet sich an einen vermeintlichen "Gottgesandten" und fordert ihn auf, sich Glauben zu verschaffen. Doch der Adressat, als Narr bezeichnet, hört nicht auf die Worte des Sprechers und ignoriert dessen Anweisungen. Dieser kurze Dialog verdeutlicht die Ohnmacht des Sprechers gegenüber dem Kritiker, der sich von den Argumenten des anderen nicht beeindrucken lässt. Der Sprecher versucht vergeblich, den Kritiker von seiner Sichtweise zu überzeugen, doch dieser bleibt stur und hört nicht zu. Das Gedicht zeigt somit die Herausforderung auf, andere von der eigenen Meinung zu überzeugen und verdeutlicht, dass manche Menschen unempfänglich für die Argumente anderer sind. Der Kritiker bleibt in seiner eigenen Welt gefangen und lässt sich nicht von äußeren Einflüssen beeinflussen.
Schlüsselwörter
Wortwolke

Stilmittel
- Apostrophe
- »Gottgesandter, sieh da!«
- Ironie
- Der Narr, der! Er hört nicht, was ich eben gesagt.