Der Knabe
1758Mich will der Informator schlagen? Nein, nein, das geht nicht weiter an: Als Knabe must ich es ertragen, Doch jetzt bin ich schon halb ein Mann.
Ist er nicht klüger dieß zu wissen? So hör er nur, was Hannchen spricht; Will ich die kleine Närrin küssen: So spricht sie, geh, dein Bart, der sticht.
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Interpretation
Das Gedicht "Der Knabe" von Christian Felix Weiße beschreibt die Erfahrungen und Entwicklungen eines jungen Mannes. Der Knabe wehrt sich gegen die Drohung des Informators, ihn zu schlagen, und betont, dass er als Kind solche Behandlung ertragen musste, aber jetzt, da er fast ein Mann ist, nicht mehr. Dies deutet auf eine wachsende Selbstbewusstheit und den Wunsch nach Respekt hin. Im zweiten Teil des Gedichts geht es um die Beziehung des Knaben zu Hannchen, einem Mädchen. Wenn er versucht, sie zu küssen, weist sie ihn zurück und sagt, dass sein Bart sticht. Dies könnte als spielerische Zurückweisung interpretiert werden, die zeigt, dass der Knabe noch nicht ganz erwachsen ist und dass seine Versuche, erwachsen zu sein, noch nicht ganz erfolgreich sind. Insgesamt vermittelt das Gedicht das Gefühl des Übergangs von der Kindheit zum Erwachsenenalter. Der Knabe ist in einer Phase, in der er sich nach mehr Reife und Anerkennung sehnt, aber noch mit einigen kindlichen oder unreifen Aspekten konfrontiert ist. Die Interaktionen mit dem Informator und Hannchen spiegeln die Herausforderungen und Frustrationen wider, die mit dem Erwachsenwerden einhergehen.
Schlüsselwörter
Wortwolke

Stilmittel
- Anapher
- Mich will der Informator schlagen? Nein, nein
- Metapher
- Doch jetzt bin ich schon halb ein Mann
- Personifikation
- Was Hannchen spricht
- Rhetorische Frage
- Ist er nicht klüger dieß zu wissen?