Der Individualist

Otfried Krzyzanowski

1886

Ein Weib zu suchen! Wozu? Das Geschäft Besorgen noch immer hundert und aberhundert.

Sterben! Warum? Die Arbeit Wird heute von tausend gesunden Männern getan. Was kann ich Besonderes tun? Ohne Sorge sein.

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Interpretation

Das Gedicht "Der Individualist" von Otfried Krzyzanowski thematisiert die Frage nach dem Sinn des Lebens und der eigenen Existenz in einer Welt, in der alles von vielen Menschen getan werden kann. Der Protagonist stellt sich die Frage, warum er sich um eine Frau bemühen oder Kinder zeugen sollte, wenn es bereits genügend Menschen gibt, die sich um diese Aufgaben kümmern. Er fragt sich auch, warum er sterben sollte, wenn seine Arbeit von tausend anderen Männern getan werden kann. Der Protagonist scheint sich in einer Art existenzieller Krise zu befinden und sucht nach einem Sinn in seinem Leben. Er fragt sich, was er Besonderes tun kann, um sich von der Masse abzuheben und einen Unterschied zu machen. Doch er scheint keine Antwort auf diese Frage zu finden und resigniert schließlich mit den Worten "Ohne Sorge sein". Dies deutet darauf hin, dass er sich damit abgefunden hat, ein unbedeutendes Leben zu führen, ohne einen besonderen Beitrag zur Gesellschaft zu leisten. Das Gedicht wirft somit die Frage auf, ob es notwendig ist, einen besonderen Beitrag zur Gesellschaft zu leisten, um ein erfülltes Leben zu führen. Es regt zum Nachdenken über den Sinn des Lebens und die eigene Existenz an und lässt den Leser über die Bedeutung von Individualität und Besonderheit nachdenken.

Schlüsselwörter

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Stilmittel

Gegensatz
Ein Weib zu suchen! Wozu? Das Geschäft Besorgen noch immer hundert und aberhundert.
Hyperbel
Das Geschäft Besorgen noch immer hundert und aberhundert.
Rhetorische Frage
Ein Weib zu suchen! Wozu? Das Geschäft Besorgen noch immer hundert und aberhundert. Sterben! Warum? Die Arbeit Wird heute von tausend gesunden Männern getan.