Der Herbst [2]
1826Das Glänzen der Natur ist höheres Erscheinen, Wo sich der Tag mit vielen Freuden endet, Es ist das Jahr, das sich mit Pracht vollendet, Wo Früchte sich mit frohem Glanz vereinen.
Das Erdenrund ist so geschmückt, und selten lärmet Der Schall durchs offne Feld, die Sonne wärmet Den Tag des Herbstes mild, die Felder stehen Als eine Aussicht weit, die Lüfte wehen
Die Zweig′ und Äste durch mit frohem Rauschen Wenn schon mit Leere sich die Felder dann vertauschen, Der ganze Sinn des hellen Bildes lebt Als wie ein Bild, das goldne Pracht umschwebet.
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Interpretation
Das Gedicht "Der Herbst [2]" von Friedrich Hölderlin beschreibt den Herbst als eine Zeit des Glanzes und der Vollendung. Die Natur erscheint in ihrer höchsten Form, wenn sich der Tag mit vielen Freuden dem Ende neigt. Das Jahr vollendet sich in Pracht, da sich die Früchte mit frohem Glanz vereinen. Die Erde ist geschmückt, und es herrscht eine ruhige Stimmung, da der Schall selten durch das offene Feld lärmt. Die Sonne erwärmt die milden Tage des Herbstes, und die Felder erstrecken sich weit wie eine Aussicht. Die Lüfte wehen durch die Zweige und Äste mit frohem Rauschen, auch wenn sich die Felder später mit Leere vertauschen. Der gesamte Sinn des hellen Bildes lebt wie ein Bild, das von goldener Pracht umgeben ist. Das Gedicht vermittelt eine harmonische und friedliche Atmosphäre des Herbstes. Hölderlin betont die Schönheit und den Glanz der Natur zu dieser Jahreszeit. Die Vereinigung der Früchte mit frohem Glanz symbolisiert die Fülle und den Reichtum des Herbstes. Die ruhige Stimmung wird durch die Seltenheit des Schalls im offenen Feld und die milde Wärme der Sonne unterstrichen. Die Felder werden als weitläufige Aussicht dargestellt, was die Weite und Offenheit der Landschaft betont. Das Rauschen der Lüfte durch die Zweige und Äste verleiht dem Gedicht eine lebendige und fröhliche Note, auch wenn sich die Felder später mit Leere vertauschen. Hölderlin verwendet in diesem Gedicht eine bildhafte Sprache, um die Pracht und Schönheit des Herbstes zu beschreiben. Die Verwendung von Wörtern wie "Glänzen", "Pracht", "frohem Glanz" und "goldne Pracht" vermittelt einen Eindruck von Reichtum und Fülle. Die Beschreibung der Felder als "Aussicht weit"
Schlüsselwörter
Wortwolke
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Stilmittel
- Metapher
- Der ganze Sinn des hellen Bildes lebt Als wie ein Bild, das goldne Pracht umschwebet
- Personifikation
- Die Lüfte wehen Die Zweig′ und Äste durch mit frohem Rauschen