Der gute Ofen

Hanns von Gumppenberg

1866

Durchschnittsleute sind wie Ofenkacheln, Die, wenn wir′ mal selbst nicht glühn und schwärmen, Uns die Stube doch behaglich wärmen, Kalten Stunden nehmen ihre Stacheln.

Darum schmäht den Ofen nicht, den braven! Eine Wohltat ist er unsern Häuten: Und auf seinen Bänken, die wir scheuten, Läßt sich immer noch am besten schlafen.

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Interpretation

Das Gedicht "Der gute Ofen" von Hanns von Gumppenberg vergleicht Durchschnittsleute mit Ofenkacheln. Es betont ihre Bedeutung und den Trost, den sie in schwierigen Zeiten spenden können. Das Gedicht ermutigt dazu, den "braven Ofen" nicht zu verachten, sondern seine Wohltat zu schätzen. In den ersten beiden Strophen werden Durchschnittsleute mit Ofenkacheln verglichen. Sie werden als verlässlich und wärmend beschrieben, auch wenn man selbst nicht mehr glüht und schwärmt. Die Ofenkacheln nehmen den "kalten Stunden ihre Stacheln" und spenden Trost. In den letzten beiden Strophen wird dazu aufgefordert, den "braven Ofen" nicht zu schmähen. Er wird als Wohltat für die Haut beschrieben und seine Bänke, auf die man sich scheut, werden als die besten zum Schlafen bezeichnet. Das Gedicht ermutigt dazu, die Bedeutung der Durchschnittsleute nicht zu unterschätzen und sie zu schätzen.

Schlüsselwörter

durchschnittsleute ofenkacheln selbst glühn schwärmen stube behaglich wärmen

Wortwolke

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Stilmittel

Appell
Darum schmäht den Ofen nicht, den braven!
Hyperbel
Auf seinen Bänken, die wir scheuten, läßt sich immer noch am besten schlafen
Metapher
Durchschnittsleute sind wie Ofenkacheln
Personifikation
Kalten Stunden nehmen ihre Stacheln
Vergleich
Durchschnittsleute sind wie Ofenkacheln