Der große Unbekannte
unknownDa sprach ich keck - ich kannte ihn ja nicht: Du großer Unbekannter, dein Gesicht macht stolz und selig.
Ich preis ihn laut, so wie man Menschen preist, ganz ohne Scham und Scheu. Er war zu wundervoll, zu groß für Scheu.
Mein Lob bewölkt nicht sein klares Angesicht. Da erst erkannte ich und rief erschüttert: Gott!
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Interpretation
Das Gedicht "Der große Unbekannte" von Elisabeth Fuhrmann-Paulsen handelt von der Begegnung mit einem unbekannten, aber dennoch beeindruckenden Wesen. Der Sprecher spricht kühn zu diesem "großen Unbekannten", obwohl er ihn nicht kennt, und lobt ihn ohne Scheu, da er zu wundervoll und groß für Scheu ist. Das Lob des Sprechers wird als "bewölkt" beschrieben, was darauf hindeutet, dass es nicht die wahre Natur des Unbekannten trübt. In der zweiten Strophe wird deutlich, dass der Sprecher das Wesen mit einem Menschen vergleicht und es laut preist, ohne Scham oder Scheu. Die Beschreibung des Unbekannten als "zu wundervoll, zu groß für Scheu" betont die überwältigende Natur dieses Wesens. Das Lob des Sprechers wird als "bewölkt" beschrieben, was darauf hindeutet, dass es nicht die wahre Natur des Unbekannten trübt. In der letzten Strophe kommt es zu einer Erkenntnis des Sprechers, die ihn erschüttert. Er erkennt, dass der "große Unbekannte" Gott ist und ruft "Gott!" aus. Diese Erkenntnis scheint eine tiefe emotionale Wirkung auf den Sprecher zu haben, da er "erschüttert" ist. Das Gedicht endet mit dieser Erkenntnis und dem Ausruf des Namens Gottes.
Schlüsselwörter
Wortwolke

Stilmittel
- Anapher
- Ich preis ihn laut, so wie man Menschen preist, ganz ohne Scham und Scheu
- Enjambement
- Da sprach ich keck - ich kannte ihn ja nicht:
- Metapher
- Du großer Unbekannter, dein Gesicht macht stolz und selig
- Personifikation
- Mein Lob bewölkt nicht sein klares Angesicht
- Sprachliche Bildlichkeit
- Er war zu wundervoll, zu groß für Scheu