Der Greis
1813Bin ich wieder genesen und glaubte, sicher zu sterben? Dank dir, gütiger Tod, daß du ein Umsehn mir noch Wolltest vergönnen, ein letztes! Zu lange werd′ ich nicht zögern! Einen einzigen Blick! Erde, wie bist du so schön! Jene Träne ist längst getrocknet, die mir zuweilen Deinen Zauber verhüllt, morgendlich glühst du mich an! Drüben spielt mein Enkel! Den heiligen Funken des Lebens Trat ich ab an das Kind! Fort nun! Er bleibt jetzt zurück!
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Interpretation
Das Gedicht "Der Greis" von Friedrich Hebbel handelt von einem alten Mann, der sich am Ende seines Lebens befindet. Trotz seiner Genesung von einer Krankheit weiß er, dass der Tod bevorsteht. Er dankt dem Tod dafür, dass er ihm noch einmal die Möglichkeit gibt, die Welt zu betrachten, bevor er geht. Der Greis ist bereit, diese Welt zu verlassen, aber er möchte noch einen letzten Blick auf die Schönheit der Erde werfen. Er erinnert sich an die Träne, die seinen Blick auf die Welt manchmal getrübt hat, aber jetzt, da sie getrocknet ist, kann er die Schönheit der Erde in vollen Zügen genießen. Er bemerkt auch seinen Enkel, der auf der anderen Seite spielt. Der Greis hat den "heiligen Funken des Lebens" an sein Kind weitergegeben und ist nun bereit, diese Welt zu verlassen, in dem Wissen, dass das Leben in seinem Enkel weiterlebt. Das Gedicht "Der Greis" von Friedrich Hebbel ist eine tiefgründige Reflexion über Leben, Tod und die Weitergabe des Lebens. Der Greis, der sich am Ende seines Lebens befindet, blickt zurück auf sein Leben und nach vorne auf das, was nach seinem Tod kommen wird. Er ist dankbar für die Möglichkeit, die Welt noch einmal zu sehen, bevor er geht, und erfreut sich an der Schönheit der Erde. Die Erwähnung seines Enkels und des "heiligen Funkens des Lebens" deutet darauf hin, dass er das Leben an die nächste Generation weitergegeben hat und dass er in dem Wissen, dass das Leben weitergeht, bereit ist zu sterben. Das Gedicht "Der Greis" von Friedrich Hebbel ist eine bewegende Darstellung des Übergangs vom Leben zum Tod. Der Greis, der sich am Ende seines Lebens befindet, blickt auf die Welt um ihn herum und erkennt ihre Schönheit. Er ist dankbar für die Möglichkeit, diese Schönheit noch einmal zu sehen, bevor er geht. Die Erwähnung seines Enkels und des "heiligen Funkens des Lebens" deutet darauf hin, dass er das Leben an die nächste Generation weitergegeben hat und dass er in dem Wissen, dass das Leben weitergeht, bereit ist zu sterben. Das Gedicht endet mit den Worten "Fort nun! Er bleibt jetzt zurück!", was darauf hindeutet, dass der Greis bereit ist, diese Welt zu verlassen, in dem Wissen, dass das Leben in seinem Enkel weiterlebt.
Schlüsselwörter
Wortwolke

Stilmittel
- Alliteration
- Trat ich ab an das Kind
- Anapher
- Dank dir, gütiger Tod, daß du ein Umsehn mir noch Wolltest vergönnen, ein letztes!
- Hyperbel
- Erde, wie bist du so schön!
- Metapher
- Den heiligen Funken des Lebens
- Personifikation
- Dank dir, gütiger Tod