Der Gott der Stadt
1910Auf einem Häuserblocke sitzt er breit. Die Winde lagern schwarz um seine Stirn. Er schaut voll Wut, wo fern in Einsamkeit Die letzten Häuser in das Land verirrn.
Vom Abend glänzt der rote Bauch dem Baal, Die großen Städte knieen um ihn her. Der Kirchenglocken ungeheure Zahl Wogt auf zu ihm aus schwarzer Türme Meer.
Wie Korybanten-Tanz dröhnt die Musik Der Millionen durch die Straßen laut. Der Schlote Rauch, die Wolken der Fabrik Ziehn auf zu ihm, wie Duft von Weihrauch blaut.
Das Wetter schwelt in seinen Augenbrauen. Der dunkle Abend wird in Nacht betäubt. Die Stürme flattern, die wie Geier schauen Von seinem Haupthaar, das im Zorne sträubt.
Er streckt ins Dunkel seine Fleischerfaust. Er schüttelt sie. Ein Meer von Feuer jagt Durch eine Straße. Und der Glutqualm braust Und frißt sie auf, bis spät der Morgen tagt.
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Interpretation
Das Gedicht "Der Gott der Stadt" von Georg Heym ist eine düstere und eindringliche Darstellung der modernen Metropole als einer gottgleichen, zerstörerischen Kraft. Der "Gott der Stadt" wird als eine gewaltige, wütende Gestalt beschrieben, die auf einem Häuserblock thront und die Stadt mit einem misstrauischen Blick überwacht. Die Stadt selbst wird als eine Art Kult dargestellt, der den Gott anbetet, symbolisiert durch die Kirchenglocken und die Millionen von Menschen, die durch die Straßen strömen. Die Stadt wird als ein Ort der Industrialisierung und des Fortschritts dargestellt, aber auch als ein Ort der Zerstörung und des Chaos. Die Fabrikschornsteine und die Wolken werden als Weihrauch verglichen, der zu dem Gott aufsteigt, während die Musik der Millionen wie der Tanz der Korybanten klingt, einer Gruppe von tanzenden Priestern aus der griechischen Mythologie. Der Gott selbst wird als ein wütender, zerstörerischer Gott dargestellt, der seine "Fleischerfaust" in die Dunkelheit streckt und ein Meer von Feuer durch die Straßen jagt. Die Stadt wird als ein Ort der Zerstörung und des Chaos dargestellt, aber auch als ein Ort der Schönheit und des Fortschritts. Die Stadt wird als ein Ort der Industrialisierung und des Fortschritts dargestellt, aber auch als ein Ort der Zerstörung und des Chaos. Die Fabrikschornsteine und die Wolken werden als Weihrauch verglichen, der zu dem Gott aufsteigt, während die Musik der Millionen wie der Tanz der Korybanten klingt, einer Gruppe von tanzenden Priestern aus der griechischen Mythologie. Der Gott selbst wird als ein wütender, zerstörerischer Gott dargestellt, der seine "Fleischerfaust" in die Dunkelheit streckt und ein Meer von Feuer durch die Straßen jagt.
Schlüsselwörter
Wortwolke

Stilmittel
- Bildsprache
- Der Kirchenglocken ungeheure Zahl Wogt auf zu ihm aus schwarzer Türme Meer
- Hyperbel
- Die großen Städte knieen um ihn her
- Metapher
- Der Glutqualm braust Und frißt sie auf
- Personifikation
- Das Wetter schwelt in seinen Augenbrauen
- Vergleich
- Die Stürme flattern, die wie Geier schauen