Der Genius mit der umgekehrten Fackel
1759Lieblich sieht er zwar aus mit seiner erloschenen Fackel; Aber, ihr Herren, der Tod ist so ästhetisch doch nicht.
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Interpretation
Das Gedicht "Der Genius mit der umgekehrten Fackel" von Friedrich von Schiller thematisiert die Ambivalenz des Todes. Der Tod erscheint zwar äußerlich lieblich und ästhetisch, doch der Sprecher warnt davor, sich von diesem Schein täuschen zu lassen. Die umgekehrte Fackel des Genies symbolisiert die Umkehrung der Lebensfreude ins Sterbliche. Der erste Vers beschreibt den Genius als anziehend und reizvoll mit seiner erloschenen Fackel. Doch im zweiten Vers relativiert der Sprecher diese ästhetische Anmutung. Er appelliert an seine Zuhörer, sich nicht vom lieblichen Äußeren des Todes blenden zu lassen. Der Tod ist nicht so harmlos und schön, wie er vielleicht scheint. Der letzte Vers unterstreicht die Ambivalenz des Todes. Einerseits hat er eine verführerische, ästhetische Anziehungskraft. Andererseits ist er letztlich eine zerstörerische Macht, die das Leben beendet. Das Gedicht warnt davor, sich vom Schein des Todes täuschen zu lassen und mahnt zur Vorsicht im Umgang mit der Sterblichkeit.
Schlüsselwörter
Wortwolke

Stilmittel
- Ironie
- Aber, ihr Herren, der Tod ist so ästhetisch doch nicht
- Metapher
- Lieblich sieht er zwar aus mit seiner erloschenen Fackel
- Personifikation
- der Tod ist so ästhetisch