Der Gelehrte

Johann Wolfgang von Goethe

1749

Aus einer großen Gesellschaft heraus Ging einst ein stiller Gelehrter zu Haus. Man fragte: Wie seid ihr zufrieden gewesen? “Wärens Bücher”, sagt er, “ich würd sie nicht lesen”.

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Interpretation

Das Gedicht "Der Gelehrte" von Johann Wolfgang von Goethe handelt von einem stillen Gelehrten, der aus einer großen Gesellschaft hinausgeht und nach Hause geht. Die Frage, wie zufrieden er mit der Gesellschaft war, wird ihm gestellt. Der Gelehrte antwortet, dass er die Bücher nicht lesen würde, wenn er zufrieden gewesen wäre. Die Interpretation des Gedichts kann auf verschiedene Weise erfolgen. Eine Möglichkeit ist, dass der Gelehrte sich in der Gesellschaft nicht wohl gefühlt hat und lieber alleine mit seinen Büchern ist. Er scheint ein introvertierter Mensch zu sein, der seine Zeit lieber mit Lesen verbringt als mit geselligen Aktivitäten. Eine andere Interpretation könnte sein, dass der Gelehrte die Gesellschaft als oberflächlich empfindet und sich lieber mit tiefgründigeren Themen beschäftigt, die er in seinen Büchern findet. Er scheint ein kritischer Denker zu sein, der nicht einfach mit dem Strom schwimmt, sondern seine eigene Meinung hat. Insgesamt vermittelt das Gedicht den Eindruck eines einsamen Gelehrten, der sich in seiner eigenen Welt der Bücher wohler fühlt als in der Gesellschaft anderer Menschen. Es kann als Kritik an der Oberflächlichkeit und Leere mancher gesellschaftlicher Zusammenkünfte interpretiert werden.

Schlüsselwörter

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Wortwolke

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Stilmittel

Chiasmus
Wärens Bücher", sagt er, "ich würd sie nicht lesen"
Ironie
Man fragte: Wie seid ihr zufrieden gewesen? "Wärens Bücher", sagt er, "ich würd sie nicht lesen"
Rhetorische Frage
Man fragte: Wie seid ihr zufrieden gewesen?