Der Gärtner

Eduard Mörike

1867

Auf ihrem Leibrößlein, So weiß wie der Schnee, Die schönste Prinzessin Reit′t durch die Allee.

Der Weg, den das Rößlein Hintanzet so hold, Der Sand, den ich streute, Er blinket wie Gold.

Du rosenfarbs Hütlein; Wohl auf und wohl ab, O wirf eine Feder Verstohlen herab!

Und willst du dagegen Eine Blüte von mir, Nimm tausend für eine, Nimm alle dafür!

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Interpretation

Das Gedicht "Der Gärtner" von Eduard Mörike erzählt von der Begegnung eines Gärtners mit einer vorbeireitenden Prinzessin. Der Gärtner beobachtet die Prinzessin auf ihrem weißen Pferd, wie sie durch den Gartenweg reitet. Er bewundert ihre Schönheit und den Weg, den sie zurücklegt, und vergleicht den Sand, den er gestreut hat, mit Gold. Der Gärtner wünscht sich, dass die Prinzessin eine Feder von ihrem Hut fallen lässt, als Zeichen ihrer Anwesenheit. Er bietet ihr im Gegenzug tausend Blumen für eine Feder an, was seine tiefe Bewunderung und seine Bereitschaft, alles für sie zu geben, zeigt. Das Gedicht vermittelt eine romantische und fast märchenhafte Atmosphäre, in der der Gärtner in seiner bescheidenen Rolle eine tiefe Zuneigung zur Prinzessin empfindet. Die Sprache des Gedichts ist einfach und doch poetisch, mit einer klaren Struktur und einem rhythmischen Fluss. Die Bilder von Schnee, Gold und Rosenfarben tragen zur Verzauberung der Szene bei und unterstreichen die Schönheit und den Reichtum, den die Prinzessin in den Augen des Gärtners darstellt.

Schlüsselwörter

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Stilmittel

Anapher
Du rosenfarbs Hütlein; Wohl auf und wohl ab
Hyperbel
Nimm tausend für eine, nimm alle dafür
Metapher
Der Weg, den das Rößlein hintanzet so hold, der Sand, den ich streute, er blinket wie Gold
Personifikation
Der Weg, den das Rößlein hintanzet so hold
Vergleich
So weiß wie der Schnee