Der Frühling [6]

Friedrich Hölderlin

1792

Wenn neu das Licht der Erde sich gezeiget, Von Frühlingsregen glänzt das grüne Tal und munter Der Blüten Weiß am hellen Strom hinunter, Nachdem ein heitrer Tag zu Menschen sich geneiget.

Die Sichtbarkeit gewinnt von hellen Unterschieden, Der Frühlingshimmel weilt mit seinem Frieden, Dass ungestört der Mensch des Jahres Reiz betrachtet, Und auf Vollkommenheit des Lebens achtet.

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Interpretation

Das Gedicht "Der Frühling [6]" von Friedrich Hölderlin beschreibt die Schönheit und Erneuerung, die der Frühling mit sich bringt. Es beginnt mit der Vorstellung, dass das neue Licht der Erde sich zeigt und das grüne Tal von Frühlingsregen glänzt. Die Blüten weiß am hellen Strom entlang verleihen dem Bild eine lebendige und frische Atmosphäre. Der heitere Tag neigt sich den Menschen zu, was auf eine positive und harmonische Stimmung hinweist. Im zweiten Teil des Gedichts gewinnt die Sichtbarkeit von hellen Unterschieden an Bedeutung. Der Frühlingshimmel verweilt mit seinem Frieden und ermöglicht es dem Menschen, den Reiz des Jahres ungestört zu betrachten. Der Fokus liegt auf der Vollkommenheit des Lebens, die im Frühling besonders deutlich wird. Hölderlin vermittelt die Idee, dass der Frühling eine Zeit der Erneuerung und des Wachstums ist, in der der Mensch die Schönheit der Natur bewundern und über die Vollkommenheit des Lebens nachdenken kann. Insgesamt drückt das Gedicht die Freude und Erneuerung aus, die der Frühling mit sich bringt. Hölderlin verwendet lebendige Bilder und eine harmonische Sprache, um die Schönheit der Natur und die positive Stimmung des Frühlings einzufangen. Das Gedicht lädt den Leser ein, die Wunder der Natur zu bewundern und über die Vollkommenheit des Lebens nachzudenken.

Schlüsselwörter

hellen neu licht erde gezeiget frühlingsregen glänzt grüne

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Stilmittel

Metapher
auf Vollkommenheit des Lebens achtet
Personifikation
Der Frühlingshimmel weilt mit seinem Frieden