Der Frosch und die beiden Enten

Wilhelm Busch

1862

Sieh′ da, zwei Enten jung und schön, Die wollen an den Teich hingehn.

Zum Teiche gehn sie munter Und tauchen die Köpfe unter.

Die eine in der Goschen Trägt einen grünen Froschen.

Sie denkt allein ihn zu verschlingen. Das soll ihr aber nicht gelingen.

Die Ente und der Enterich, Die ziehn den Frosch ganz fürchterlich.

Sie ziehn ihn in die Quere, Das tut ihm weh gar sehre.

Der Frosch kämpft tapfer wie ein Mann. Ob das ihm wohl was helfen kann?

Schon hat die eine ihn beim Kopf, Die andre hält ihr zu den Kropf.

Die beiden Enten raufen, Da hat der Frosch gut laufen.

Die Enten haben sich besunnen Und suchen den Frosch im Brunnen.

Sie suchen ihn im Wasserrohr, Der Frosch springt aber schnell hervor.

Die Enten mit Geschnatter Stecken die Köpfe durchs Gatter.

Der Frosch ist fort – die Enten, Wenn die nur auch fort könnten!

Da kommt der Koch herbei sogleich Und lacht: “Hehe, jetzt hab′ ich euch!”

Drei Wochen war der Frosch so krank! Jetzt raucht er wieder, Gott sei Dank!

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Illustration zu Der Frosch und die beiden Enten

Interpretation

Das Gedicht "Der Frosch und die beiden Enten" von Wilhelm Busch erzählt eine humorvolle Geschichte über einen Frosch, der von zwei Enten gejagt wird. Die Enten, jung und schön, machen sich auf den Weg zum Teich und tauchen dabei ihre Köpfe unter. Eine der Enten trägt einen grünen Frosch im Schnabel und denkt daran, ihn zu verschlingen. Doch der Frosch kämpft tapfer und wehrt sich gegen die Enten. Die Enten ziehen den Frosch in die Quere und tun ihm dabei weh. Der Frosch kämpft wie ein Mann, aber es ist fraglich, ob ihm das helfen kann. Eine Ente hat ihn am Kopf, während die andere ihm den Kropf hält. Die Enten raufen, und der Frosch hat Glück. Die Enten besinnen sich und suchen den Frosch im Brunnen und im Wasserrohr, aber der Frosch springt schnell hervor. Die Enten stecken ihre Köpfe durchs Gatter und der Frosch ist fort. Die Enten wünschen sich, ebenfalls fort sein zu können. Da kommt der Koch herbei und lacht, dass er sie jetzt hat. Der Frosch war drei Wochen krank, aber jetzt raucht er wieder, Gott sei Dank. Das Gedicht endet mit einer humorvollen Wendung, bei der der Frosch trotz seiner Verfolgung wieder gesund wird und weitermachen kann.

Schlüsselwörter

frosch enten köpfe ziehn suchen fort sieh zwei

Wortwolke

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Stilmittel

Alliteration
Zum Teiche gehn sie munter
Hyperbel
Drei Wochen war der Frosch so krank!
Kontrast
Die Ente und der Enterich, die ziehn den Frosch ganz fürchterlich
Metapher
Der Frosch kämpft tapfer wie ein Mann
Personifikation
Die eine in der Goschen trägt einen grünen Froschen
Wiederholung
Die Enten