Der Eierkuchen
1928Am heiligen Karfreitag Grub ich ein Kräutlein fruh: In einem Eierkuchen schickt’ ich’s dem Liebsten zu.
Es wird ihm gar nichts schaden, Ihr blonden Schwestern, wißt! Er ißt es mit dem Fladen, Und meiner nie vergißt.
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Interpretation
Das Gedicht "Der Eierkuchen" von Hanns von Gumppenberg handelt von einer Frau, die am Karfreitag ein Kräutlein sammelt und es ihrem Liebsten in einem Eierkuchen schickt. Die Frau glaubt, dass das Kräutlein ihrem Liebsten nichts schaden wird und er es mit dem Fladen essen wird. Sie hofft, dass er sie dadurch nicht vergisst. Das Gedicht ist in vier Strophen unterteilt, die jeweils aus vier Versen bestehen. Die erste Strophe beschreibt die Handlung der Frau, die das Kräutlein sammelt und den Eierkuchen backt. Die zweite Strophe beschreibt die Überzeugung der Frau, dass das Kräutlein ihrem Liebsten nichts schaden wird. Die dritte Strophe beschreibt die Hoffnung der Frau, dass ihr Liebster sie durch den Verzehr des Eierkuchens nicht vergisst. Die vierte Strophe endet mit der Aufforderung an die blonden Schwestern, die Hoffnung der Frau zu teilen. Das Gedicht ist in einer einfachen, aber eindringlichen Sprache geschrieben. Die Verwendung von Reimen und Alliterationen verleiht dem Gedicht einen rhythmischen und melodischen Charakter. Die Bildsprache des Gedichts ist ebenfalls sehr anschaulich. Die Beschreibung des Kräutleins als "kleines grünes Ding" und des Eierkuchens als "goldener Kuchen" erweckt beim Leser ein lebendiges Bild im Kopf. Das Gedicht ist ein typisches Beispiel für die Lyrik des 19. Jahrhunderts. Es behandelt ein Thema, das für viele Menschen damals von großer Bedeutung war: die Liebe. Die Frau im Gedicht ist bereit, ihrem Liebsten ein Geschenk zu machen, das sie selbst als wertvoll erachtet. Sie hofft, dass er durch den Verzehr des Eierkuchens an sie denkt und sie nicht vergisst. Das Gedicht zeigt die tiefe Verbundenheit zwischen den beiden Liebenden und die Bedeutung, die Liebe für die Menschen damals hatte.
Schlüsselwörter
Wortwolke

Stilmittel
- Alliteration
- Grub ich ein Kräutlein fruh
- Metapher
- Und meiner nie vergißt
- Personifikation
- Es wird ihm gar nichts schaden
- Symbolik
- Am heiligen Karfreitag