Der Dichter
1801Nur dem Dichter ist das Loos geworden, Über And’re hoch sich zu erheben, Denn er lebt ein Phantasieenleben, Näher steht er an des Himmels Pforten.
Sprach’ der Gottheit tönt aus seinen Worten, Genien der Wehmut ihn umschweben, Was der Himmel Schönes ihm gegeben, Haucht er aus in sehnenden Akkorden.
Seiner Lipp’ entströmen sanfte Lieder, Alle seine Worte sind Gefühle Die der Scherz und auch die Lust empfunden.
Niedriges zieht nimmer ihn hernieder, Denn er wandelt frei zum schönen Ziele, Mit des Nachruhms schönem Kranz umwunden.
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Interpretation
Das Gedicht "Der Dichter" von Kathinka Zitz-Halein feiert die einzigartige Rolle und das Schicksal des Dichters. Es beschreibt den Dichter als eine erhabene Figur, die durch ihre Phantasie und Kreativität über andere hinausragt und dem Himmel näher steht. Die Sprache des Dichters wird als göttlich und inspiriert dargestellt, wobei Genien der Wehmut um ihn herumschweben und er die Schönheit des Himmels in sehnsüchtigen Akkorden zum Ausdruck bringt. Die zweite Strophe betont die emotionale Tiefe und die künstlerische Ausdruckskraft des Dichters. Seine Worte werden als sanfte Lieder beschrieben, die aus seinen Lippen strömen und Gefühle vermitteln, die sowohl von Scherz als auch von Lust geprägt sind. Dies unterstreicht die Vielseitigkeit und die tiefe Verbundenheit des Dichters mit den menschlichen Emotionen. Im letzten Teil des Gedichts wird die Reinheit und das edle Streben des Dichters hervorgehoben. Er wird als jemand dargestellt, der sich von niedrigen Dingen fernhält und frei auf ein schönes Ziel zugeht. Der Dichter ist mit dem Kranz des Nachruhms umwunden, was seine ewige Wirkung und die Anerkennung seiner Kunst symbolisiert. Insgesamt verherrlicht das Gedicht die poetische Berufung als eine göttliche und erhabene Gabe.
Schlüsselwörter
Wortwolke

Stilmittel
- Hyperbel
- Näher steht er an des Himmels Pforten
- Metapher
- Mit des Nachruhms schönem Kranz umwunden
- Personifikation
- Sprach' der Gottheit tönt aus seinen Worten