Der Dichter

Rainer Maria Rilke

1875

Du entfernst dich von mir, du Stunde. Wunden schlägt mir dein Flügelschlag. Allein: was soll ich mit meinem Munde? Mit meiner Nacht? Mit meinem Tag?

Ich habe keine Geliebte, kein Haus, keine Stelle auf der ich lebe. Alle Dinge, an die ich mich gebe, werden reich und geben mich aus.

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Interpretation

Das Gedicht "Der Dichter" von Rainer Maria Rilke handelt von der flüchtigen Natur der Zeit und der Einsamkeit des Dichters. Das Gedicht beginnt mit der Vorstellung, dass die Zeit sich vom Dichter entfernt, was zu einer Reihe von Fragen führt, die die Unsicherheit und Verwirrung des Dichters über seinen Platz in der Welt ausdrücken. Im zweiten Teil des Gedichts wird die Einsamkeit des Dichters weiter betont, indem betont wird, dass er keine Geliebte, kein Haus und keinen festen Platz in der Welt hat. Trotzdem gibt er sich selbstlos und wird dabei von den Dingen, die er berührt, bereichert. Dies kann als eine Metapher für die Rolle des Dichters als Künstler interpretiert werden, der seine Kreativität und Leidenschaft in seine Arbeit einfließen lässt und dadurch von seinen Werken bereichert wird. Insgesamt vermittelt das Gedicht eine Stimmung der Melancholie und Einsamkeit, aber auch eine gewisse Schönheit und Würde in der Art und Weise, wie der Dichter seine Einsamkeit annimmt und seine Kreativität in seine Arbeit einfließen lässt.

Schlüsselwörter

keine entfernst stunde wunden schlägt flügelschlag allein soll

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Stilmittel

Hyperbel
Alle Dinge, an die ich mich gebe, werden reich und geben mich aus.
Metapher
Wunden schlägt mir dein Flügelschlag.
Personifikation
Du entfernst dich von mir, du Stunde.
Rhetorische Frage
Allein: was soll ich mit meinem Munde? Mit meiner Nacht? Mit meinem Tag?