Der Contrabandiste

Emmanuel Geibel

1849

Ich bin der Contrabandiste, Weiß wohl Respekt mir zu schaffen. Allen zu trotzen, ich weiß es, Furcht nur, die hab′ ich vor keinem. Drum nur lustig, nur lustig!

Wer kauft Seide, Tabak! Ja wahrlich, mein Rößlein ist müde, Ich eil′, ja eile, Sonst faßt mich noch gar die Runde, Los geht der Spektakel dann. Lauf nur zu, mein lustiges Pferdchen, Ach, mein liebes, gutes Pferdchen, Weißt ja davon, mich zu tragen!

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Interpretation

Das Gedicht "Der Contrabandiste" von Emmanuel Geibel handelt von einem Schmuggler, der sich seiner Tätigkeit mit Selbstbewusstsein und Leichtsinn widmet. Der Protagonist präsentiert sich als unerschrockener und respektierter Mann, der sich vor niemandem fürchtet. Sein Selbstbewusstsein und seine Entschlossenheit, allen zu trotzen, sind zentrale Themen des Gedichts. Die zweite Strophe verdeutlicht die Dringlichkeit und den Nervenkitzel seiner Tätigkeit. Der Schmuggler ruft nach Käufern für seine Waren wie Seide und Tabak, während er gleichzeitig die Erschöpfung seines Pferdes bemerkt. Die Angst, von der "Runde" erwischt zu werden, treibt ihn dazu, schnell zu handeln, da ein "Spektakel" droht, wenn er gefasst wird. Die Wiederholung des Wortes "eilen" unterstreicht die Eile und den Druck, unter dem er steht. Im letzten Teil des Gedichts wendet sich der Schmuggler direkt an sein Pferd und bittet es, schneller zu laufen. Er drückt seine Zuneigung zu dem Tier aus, das ihn trägt und ihm hilft, seiner gefährlichen Tätigkeit nachzugehen. Die Mischung aus Dringlichkeit, Zuneigung und der ständigen Gefahr, erwischt zu werden, verleiht dem Gedicht eine spannende und dynamische Atmosphäre.

Schlüsselwörter

weiß lustig pferdchen contrabandiste respekt schaffen allen trotzen

Wortwolke

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Stilmittel

Alliteration
Weiß wohl Respekt mir zu schaffen
Anapher
Nur lustig, nur lustig
Imperativ
Wer kauft Seide, Tabak!
Metapher
Rößlein
Personifikation
Weißt ja davon, mich zu tragen
Vokativ
Ach, mein liebes, gutes Pferdchen