Der Briefmark
1883Ein männlicher Briefmark erlebte was Schönes, bevor er klebte. Er war von einer Prinzessin beleckt. Da war die Liebe in ihm erweckt.
Er wollte sie wiederküssen, Doch hat er verreisen müssen. So liebte er sie vergebens. Das ist die Tragik des Lebens…
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Interpretation
Das Gedicht "Der Briefmark" von Joachim Ringelnatz erzählt die tragische Liebesgeschichte eines Briefmarkens, der von einer Prinzessin beleckt wird. Diese Berührung weckt in ihm die Liebe, die er jedoch nicht erwidern kann, da er auf eine Reise geschickt wird. Die Liebe bleibt unerfüllt, was als "Tragik des Lebens" bezeichnet wird. Das Gedicht nutzt die Personifikation des Briefmarkens, um menschliche Emotionen und Erfahrungen zu vermitteln. Die Liebe, die im Briefmarken entsteht, symbolisiert die plötzliche und oft unerwartete Natur von Gefühlen. Die Unmöglichkeit, diese Liebe zu erwidern, spiegelt die oft unerfüllbaren Sehnsüchte und Wünsche im Leben wider. Die Verwendung des Begriffs "Tragik des Lebens" am Ende des Gedichts unterstreicht die universelle Natur dieser Erfahrung. Es deutet darauf hin, dass unerfüllte Liebe und verpasste Gelegenheiten Teil des menschlichen Daseins sind. Das Gedicht vermittelt somit eine melancholische, aber auch nachdenkliche Stimmung über die Vergänglichkeit und die Unberechenbarkeit des Lebens.
Schlüsselwörter
Wortwolke

Stilmittel
- Alliteration
- Die Tragik des Lebens
- Metapher
- Er war von einer Prinzessin beleckt.
- Personifikation
- So liebte er sie vergebens.