Der Beständige
1770Einmal lieb’ ich, und Einmal leb’ ich, unsterbliche Götter! Wenn ihr das Eine mir raubt, nehmt auch das Andre dahin!
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Interpretation
Das Gedicht "Der Beständige" von Sophie Friederike Brentano thematisiert die unerschütterliche und untrennbare Verbindung zwischen Liebe und Leben. Die Sprecherin betont, dass sie nur einmal liebt und nur einmal lebt, was die Einzigartigkeit und Endlichkeit dieser Erfahrungen unterstreicht. Die Anrede an die "unsterblichen Götter" verleiht dem Gedicht einen dramatischen und fast verzweifelten Ton, als ob die Sprecherin in einer ausweglosen Situation gefangen ist. Die zentrale Aussage des Gedichts liegt in der bedingungslosen Forderung der Sprecherin: Wenn ihr die Liebe raubt, soll auch das Leben genommen werden. Dies verdeutlicht, dass Liebe und Leben für sie untrennbar miteinander verbunden sind und dass das Leben ohne Liebe keinen Sinn mehr hätte. Die Verwendung des Wortes "beständig" im Titel könnte darauf hindeuten, dass die Liebe und das Leben der Sprecherin konstant und unveränderlich sind, und dass jede Trennung dieser Elemente unerträglich wäre. Die Kürze und die direkte Sprache des Gedichts verstärken die Intensität der Emotionen. Die Wiederholung von "Einmal" betont die Endgültigkeit und die Einzigartigkeit der Erfahrungen, während die Bitte an die Götter eine gewisse Hilflosigkeit und das Gefühl der Ausgeliefertheit an höhere Mächte vermittelt. Insgesamt vermittelt das Gedicht eine tiefe Leidenschaft und die unerschütterliche Überzeugung, dass Liebe und Leben untrennbar miteinander verbunden sind.
Schlüsselwörter
Wortwolke

Stilmittel
- Anapher
- Einmal lieb' ich, und Einmal leb' ich
- Apostrophe
- unsterbliche Götter!
- Hyperbel
- unsterbliche Götter!