Der Bergsee

Martin Greif

1839

Zwischen Wäldern eingebettet, Traf ich seinen Wellenschoß, Zitternd kaum, wie fast geglättet, Und er ließ mich immer los.

Wohl erschien mir fremd sein Schweigen, Bis ich tiefer mich besann, Und die Stille, die ihm eigen, Mich auch zog in ihren Bann …

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Interpretation

Das Gedicht "Der Bergsee" von Martin Greif beschreibt die Begegnung des lyrischen Ichs mit einem Bergsee, der zwischen Wäldern eingebettet liegt. Die Wellen des Sees erscheinen dem Sprecher fast geglättet und zitternd, was eine gewisse Ruhe und Stille ausstrahlt. Der See lässt den Sprecher jedoch nicht los, sondern zieht ihn in seinen Bann. Im zweiten Teil des Gedichts reflektiert der Sprecher über die anfängliche Fremdheit des Schweigens des Sees. Erst als er tiefer in sich geht und sich besinnt, erkennt er die tiefe Stille, die dem See eigen ist. Diese Stille zieht den Sprecher ebenfalls in ihren Bann und fasziniert ihn. Das Gedicht vermittelt somit die Faszination und Anziehungskraft, die von der Natur, insbesondere von einem Bergsee, ausgehen kann.

Schlüsselwörter

zwischen wäldern eingebettet traf wellenschoß zitternd kaum fast

Wortwolke

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Stilmittel

Metapher
Die Stille, die ihm eigen
Personifikation
Mich auch zog in ihren Bann
Vergleich
Zitternd kaum, wie fast geglättet