Der alte Mann

Gerrit Engelke

1890

Das Haus wuchs hoch Im Stadtgewog. Hinauf - hinaus der Mieter zog - Geht alles seinen Gang.

Die Nacht vergeht, Der Lärm ersteht. Der Herbstwind nach dem Sommer weht - Geht alles seinen Gang.

Der Junge lärmt. Ein Weib sich härmt. Der alte Mann die Hände wärmt - Geht alles seinen Gang.

Ist Alles Wechsel ohne Ende, Im Lebensjahr, im Schutz der Wände. Geht alles seinen Gang - Wie lang?

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Illustration zu Der alte Mann

Interpretation

Das Gedicht "Der alte Mann" von Gerrit Engelke beschreibt das alltägliche Leben in einem Haus. Es zeigt den Wechsel der Jahreszeiten und die verschiedenen Aktivitäten der Bewohner. Der alte Mann wärmt sich die Hände, während ein junger Mann Lärm macht und eine Frau sich ärgert. Alles scheint seinen gewohnten Gang zu gehen. Das Gedicht reflektiert über die Vergänglichkeit des Lebens und die ständige Veränderung. Es deutet an, dass alles im Leben einem kontinuierlichen Wandel unterliegt, sei es im Verlauf eines Jahres oder innerhalb der Wände eines Hauses. Die Wiederholung der Phrase "Geht alles seinen Gang" unterstreicht diese Idee der unaufhaltsamen Zeit und des Wandels. Im letzten Vers stellt sich die Frage "Wie lang?", die den Leser zum Nachdenken über die Dauer dieses ständigen Wechsels anregt. Es lässt offen, ob es eine Grenze oder ein Ende für diesen Kreislauf gibt. Das Gedicht vermittelt eine Mischung aus Resignation und Akzeptanz gegenüber dem unaufhaltsamen Lauf der Zeit und den Veränderungen im Leben.

Schlüsselwörter

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Wortwolke

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Stilmittel

Anapher
Geht alles seinen Gang.
Kontrast
Der Junge lärmt. Ein Weib sich härmt. Der alte Mann die Hände wärmt
Metapher
Das Haus wuchs hoch
Parallelismus
Das Haus wuchs hoch Im Stadtgewog. Hinauf - hinaus der Mieter zog - Geht alles seinen Gang.
Personifikation
Der Lärm ersteht
Rhetorische Frage
Wie lang?