Der Abschied vom Glück
1867Das Glück, das klopfte bei mir an, Stand vor der Tür und wollt herein; Ich hab ihm doch nicht aufgetan, Da mocht´s nicht länger draußen sein.
Es ging so leise, wie es kam. Ich hört es nicht, ich sah es nicht, Doch fühlt ich, wie es Abschied nahm. In meiner Brust erlosch das Licht.
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Interpretation
Das Gedicht "Der Abschied vom Glück" von Ludwig Thoma handelt von der flüchtigen und unbemerkten Natur des Glücks. Das lyrische Ich beschreibt, wie das Glück an seine Tür klopft und hinein möchte, aber es nicht aufmacht. Das Glück verlässt dann leise und unbemerkt, und das lyrische Ich spürt nur, wie es Abschied nimmt. In der Brust des lyrischen Ichs erlischt das Licht, was symbolisch für den Verlust des Glücks steht. Das Gedicht vermittelt eine melancholische Stimmung und reflektiert über die Vergänglichkeit des Glücks. Es zeigt, wie leicht man das Glück übersehen oder verpassen kann, wenn man nicht aufmerksam genug ist. Das lyrische Ich scheint bedauern zu müssen, dass es das Glück nicht erkannt und zugelassen hat. Der Verlust des Glücks wird als ein erlöschendes Licht in der Brust beschrieben, was die emotionale Wirkung des Gedichts verstärkt. Insgesamt ist das Gedicht eine poetische Betrachtung über die flüchtige Natur des Glücks und die Bedeutung, im Leben aufmerksam zu sein und Chancen zu erkennen und zu ergreifen. Es ermutigt den Leser, die Momente des Glücks zu schätzen und nicht unbeachtet verstreichen zu lassen.
Schlüsselwörter
Wortwolke

Stilmittel
- Alliteration
- Da mocht's nicht länger draußen sein
- Metapher
- In meiner Brust erlosch das Licht
- Personifikation
- Das Glück, das klopfte bei mir an, Stand vor der Tür und wollt herein;