Den Poesieverächtern
unknownIhr scheucht die Poesie Von eu′rem Herde, Und ahnet nicht, daß sie Das Salz der Erde! Daß Nebel nur und Rauch, Was ihr beginnet, Wenn′s nicht durch ihren Hauch Bestand gewinnet!
Kein Traumbild, fremd und fern, Entrückt dem Streben, Sie ist der tiefste Kern Von allem Leben! Der Kern, deß Gluth und Licht Es froh durchflammen! Zermorschet er, dann bricht Das Sein zusammen.
Anhören
Das Gedicht als Bild, zum Downloaden und Teilen

Interpretation
Das Gedicht "Den Poesieverächtern" von Betty Paoli richtet sich an jene, die die Poesie verachten und aus ihrem Leben vertreiben. Die Autorin betont, dass diese Menschen nicht erkennen, dass die Poesie das "Salz der Erde" ist und dass alles, was sie beginnen, ohne den Hauch der Poesie nur "Nebel und Rauch" ist und keinen Bestand hat. Die Poesie wird als wesentlicher Bestandteil des Lebens dargestellt, der Tiefe und Bedeutung verleiht. In den folgenden Versen wird die Poesie als der "tiefste Kern von allem Leben" beschrieben. Sie ist nicht nur ein fernes Traumbild, sondern ein wesentlicher Bestandteil, der "Gluth und Licht" spendet und das Leben froh durchflammt. Die Autorin warnt davor, diesen Kern zu zerstören, da das Sein dann zusammenbrechen würde. Die Poesie wird somit als unverzichtbar für das menschliche Dasein und als Quelle der Inspiration und des Lebenssinns dargestellt. Insgesamt vermittelt das Gedicht eine starke Botschaft über die Bedeutung der Poesie für das menschliche Leben. Es appelliert an die Leser, die Poesie nicht zu verachten oder zu ignorieren, sondern sie als wesentlichen Bestandteil des Lebens zu erkennen und zu schätzen. Die Autorin nutzt eindringliche Bilder und Metaphern, um die zentrale Rolle der Poesie für die Tiefe und den Sinn des Lebens zu verdeutlichen.
Schlüsselwörter
Wortwolke

Stilmittel
- Metapher
- Zermorschet er, dann bricht Das Sein zusammen
- Personifikation
- wenn's nicht durch ihren Hauch Bestand gewinnet