Den Lebenden

Ernst Toller

1893

Euch ziemt nicht Trauern, Euch ziemt nicht Verweilen, Euch ward Vermächtnis, Getränkt Vom Herzblut der Brüder, Euer Wartet die schaffende Tat. Lastend Bedränget den Nacken Die Zeit. Aufsprengt Dem helleren Morgen Die Tore!

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Illustration zu Den Lebenden

Interpretation

Das Gedicht "Den Lebenden" von Ernst Toller richtet sich an diejenigen, die noch am Leben sind. Es ermahnt sie, nicht zu trauern oder zu verweilen, sondern sich auf die schaffende Tat zu konzentrieren. Die Lebenden haben ein Vermächtnis erhalten, das von dem Herzblut der Brüder getränkt ist. Dieses Vermächtnis ist eine Verpflichtung, die sie nicht ignorieren dürfen. Die Zeit lastet schwer auf den Schultern der Lebenden. Sie drängt sie dazu, etwas zu tun, etwas zu schaffen. Das Gedicht fordert die Lebenden auf, die Tore zum helleren Morgen aufzusprengen. Dies ist ein Aufruf zum Handeln, ein Aufruf, die Zukunft zu gestalten und eine bessere Welt zu schaffen. Das Gedicht ist ein Appell an die Lebenden, ihre Verantwortung wahrzunehmen und sich nicht von Trauer oder Verzweiflung lähmen zu lassen. Es ist ein Aufruf zum Mut und zur Tatkraft, ein Aufruf, die Zukunft in die eigenen Hände zu nehmen und sie zu gestalten.

Schlüsselwörter

ziemt trauern verweilen ward vermächtnis getränkt herzblut brüder

Wortwolke

Wortwolke zu Den Lebenden

Stilmittel

Befehl/Anrede
Euch ziemt nicht Trauern, Euch ziemt nicht Verweilen
Metapher
Euch ward Vermächtnis, Getränkt vom Herzblut der Brüder
Personifikation
Lastend Bedränget den Nacken Die Zeit
Symbolik
Dem helleren Morgen Die Tore