Den Feinden

Hanns von Gumppenberg

1928

Wie sollt′ ich euch zürnen Geheim oder laut? Meine Haut ist hürnen Wie Siegfrieds Haut.

Ja, besser geborgen Bin ich als er: Denn mir macht Sorgen Kein Fleckchen mehr.

Hab′ Feiung gefunden Am ernsten Tag - Könnt nirgends mich wunden Mit Stich oder Schlag!

Im Drachenblute Wusch ganz ich mich hart: Nun ist nur das Gute Mir Gegenwart!

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Illustration zu Den Feinden

Interpretation

Das Gedicht "Den Feinden" von Hanns von Gumppenberg handelt von einer Person, die sich durch ihre Feinde gestärkt und unbesiegbar fühlt. Die ersten beiden Strophen vergleichen den Sprecher mit Siegfried, einer legendären Figur aus der Nibelungensage, der durch das Baden in Drachenblut unverwundbar wurde. Der Sprecher betont jedoch, dass er sogar noch besser geschützt ist als Siegfried, da er sich keine Sorgen mehr um Verletzungen machen muss. In der dritten Strophe wird deutlich, dass der Sprecher seine Unverwundbarkeit durch eine Art Fehde oder Kampf erlangt hat. Er fühlt sich so stark, dass ihn weder Stiche noch Schläge seiner Feinde verletzen können. Die letzte Strophe offenbart, dass der Sprecher sich buchstäblich im Drachenblut gewaschen hat, um hart und unbesiegbar zu werden. Nun ist nur noch das Gute in seinem Leben gegenwärtig, was darauf hindeutet, dass er durch die Konfrontation mit seinen Feinden zu einem besseren Menschen geworden ist. Insgesamt vermittelt das Gedicht eine positive Botschaft über die transformative Kraft von Konflikten und Herausforderungen. Der Sprecher sieht seine Feinde nicht als Bedrohung, sondern als Katalysator für persönliches Wachstum und Stärkung. Indem er sich den Widrigkeiten stellt und sie überwindet, wird er zu einer unbesiegbaren und besseren Version seiner selbst.

Schlüsselwörter

haut sollt zürnen geheim laut hürnen siegfrieds besser

Wortwolke

Wortwolke zu Den Feinden

Stilmittel

Anspielung
Wie Siegfrieds Haut
Bildsprache
Im Drachenblute Wusch ganz ich mich hart
Hyperbel
Denn mir macht Sorgen Kein Fleckchen mehr
Kontrast
Nun ist nur das Gute Mir Gegenwart
Metapher
Meine Haut ist hürnen
Personifikation
Hab′ Feiung gefunden Am ernsten Tag