Dem gnädigsten Herrn von Lebret
1806Sie, Edler! sind der Mensch, von dem das Beste sagen Nicht fälschlich ist, da jeder Mensch es kennet, Doch die Vollkommenheit enthält verschiedne Fragen, Wenn schon der Mensch es leicht bezeuget nennet.
Sie aber haben dies in recht gewohntem Leben, In der Gewogenheit, von der sich Menschen ehren, Das ist den Würdigern als wie ein Gut gegeben, Da viele sich in Not und Gram verzehren.
So unverlierbar dies, so geht es, hoch zu gelten, Aus der Gewogenheit; die Menschen leben nimmer Allein und schlechterdings von ihrem Schein und Schimmer, Der Mensch bezeuget dies und Weisheit geht in Welten.
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Interpretation
Das Gedicht "Dem gnädigsten Herrn von Lebret" von Friedrich Hölderlin ist eine Ode an einen edlen Mann, der die Vollkommenheit des Menschseins verkörpert. Hölderlin preist diesen Mann, der von jedem Menschen als das Beste erkannt wird, obwohl die Vollkommenheit selbst viele Fragen aufwirft. Der Dichter betont, dass dieser Mann ein gerechtes und gewogenes Leben führt, das vielen Menschen als Vorbild dient. Während viele in Not und Kummer leiden, hat dieser Mann das Geschenk der Gewogenheit erhalten, das ihm von den Würdigen als ein Gut gegeben wird. Hölderlin hebt die unverlierbare Natur dieser Gewogenheit hervor und erklärt, dass sie aus einem hohen Ansehen hervorgeht. Der Mensch lebt nicht allein von seinem Schein und Glanz, sondern auch von der Weisheit, die in der Welt existiert. Der Dichter betont, dass der Mensch diese Wahrheit bezeugt und dass Weisheit in den Welten existiert. Das Gedicht ist eine Hommage an einen edlen Mann, der die Vollkommenheit des Menschseins verkörpert und als Vorbild für andere dient.
Schlüsselwörter
Wortwolke

Stilmittel
- Alliteration
- So unverlierbar dies, so geht es, hoch zu gelten
- Anapher
- Sie, Edler! sind der Mensch, von dem das Beste sagen
- Hyperbel
- da jeder Mensch es kennet
- Kontrast
- Da viele sich in Not und Gram verzehren
- Metapher
- von der sich Menschen ehren
- Parallelismus
- Der Mensch bezeuget dies und Weisheit geht in Welten
- Rhetorische Frage
- Doch die Vollkommenheit enthält verschiedne Fragen