Dein ist alles
1835Dein ist alles, all und jede Wonne, wenn sie aufgeht, dir als eigene Sonne, jeder Tag vom Licht emporgetragen, wenn er aufgeht dir als eigners Tagen.
Dein ist alles, all der Blumen Glühen, wenn hervor sie aus sich selber blühen. All die Rosenknospen auf der Erden, wenn sie Rosen in dir selber werden.
Dein ist alles, was in Tal und Hügeln lichtvoll sich in dir kann widerspiegeln. Dein die Himmel selbst und selbst die Sterne, wenn du Glanz hast für den Glanz der Ferne.
Anhören
Das Gedicht als Bild, zum Downloaden und Teilen

Interpretation
Das Gedicht "Dein ist alles" von Christian Wagner ist eine Liebeserklärung, die die tiefe Verbundenheit des lyrischen Ichs mit dem geliebten Menschen ausdrückt. Die Verse beschreiben, wie die gesamte Welt und ihre Schönheit dem Geliebten gehören und sich in ihm widerspiegeln. Die Natur wird als Ausdruck der Liebe und des Glücks dargestellt, das der Geliebte dem lyrischen Ich schenkt. Im ersten Vers wird die Metapher der Sonne verwendet, um die Bedeutung des Geliebten für das lyrische Ich zu verdeutlichen. Die Sonne steht hier für das Licht, die Wärme und das Leben, das der Geliebte dem lyrischen Ich gibt. Die Tage werden als "eigene Tage" bezeichnet, was die Einzigartigkeit und Besonderheit der gemeinsamen Zeit unterstreicht. Die zweite Strophe bezieht sich auf die Blumen und ihre Schönheit, die sich in dem Geliebten widerspiegelt. Die Rosenknospen, die sich zu Rosen entwickeln, symbolisieren die Liebe und das Wachstum, das der Geliebte im lyrischen Ich bewirkt. Die Blumen stehen hier für die zarte und empfindsame Natur der Liebe. Im letzten Vers wird die Verbindung zwischen dem Geliebten und der Natur noch weiter vertieft. Die Himmel und Sterne werden als Teil des Geliebten betrachtet, was die Unendlichkeit und die Transzendenz der Liebe ausdrückt. Der Glanz der Ferne wird mit dem Glanz des Geliebten gleichgesetzt, was die Bewunderung und die Sehnsucht des lyrischen Ichs nach dem Geliebten verdeutlicht.
Schlüsselwörter
Wortwolke

Stilmittel
- Bildsprache
- was in Tal und Hügeln lichtvoll sich in dir kann widerspiegeln
- Metapher
- Rosen in dir selber werden
- Parallelismus
- Dein die Himmel selbst und selbst die Sterne
- Personifikation
- wenn hervor sie aus sich selber blühen
- Wiederholung
- Dein ist alles