Dein Bildnis wunderselig
1788Dein Bildnis wunderselig Hab ich im Herzensgrund, Das sieht so frisch und fröhlich Mich an zu jeder Stund.
Mein Herz still in sich singet Ein altes schönes Lied, Das in die Luft sich schwinget Und zu dir eilig zieht.
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Interpretation
Das Gedicht "Dein Bildnis wunderselig" von Joseph von Eichendorff handelt von der tiefen, inneren Verbundenheit des lyrischen Ichs mit einem geliebten Menschen. Das Bild der Geliebten ist im Herzen des Sprechers fest verankert und begleitet ihn ständig. Es strahlt Frische und Freude aus und erfreut das Herz des Sprechers zu jeder Stunde. Das Herz des lyrischen Ichs singt ein altes, schönes Lied, das die tiefe Zuneigung und Sehnsucht nach der Geliebten zum Ausdruck bringt. Dieses Lied schwingt sich in die Luft und eilt zu der Geliebten, als ob es eine Brücke zwischen den beiden herstellen möchte. Das Bild und das Lied symbolisieren die unerschütterliche Liebe und die innige Verbundenheit, die trotz räumlicher Distanz bestehen bleibt. Das Gedicht vermittelt eine romantische Stimmung und betont die Kraft der Liebe und Erinnerung. Die Sprache ist bildhaft und emotional, was die Intensität der Gefühle unterstreicht. Eichendorff gelingt es, durch die Verwendung von Naturbildern und musikalischen Elementen eine harmonische und sehnsuchtsvolle Atmosphäre zu schaffen, die den Leser in den Bann zieht.
Schlüsselwörter
Wortwolke

Stilmittel
- Metapher
- Mein Herz still in sich singet Ein altes schönes Lied
- Personifikation
- Das in die Luft sich schwinget Und zu dir eilig zieht