De nui Zeit

Michel Buck

1882

Grad eaba hot a Wäldele No an der Landstroß grüant, Hot ussam Busch am Häldele No s Vogelsang verteant.

Jeatz aber isch as anderescht, Sind Laub und Gsang verbei, Und wenn du d Stroßa wanderescht, Ischt älles gro wia Blei.

Ma’ sait jeatz sei as freier, Seitdeam der Wald sei weag, Und a’glau sei der Weiher Und a’bout jeder Fleack.

Ällz soll se nu’ rentiara Und schaffa Geald und Kraft, - Jo s Land verunganiara Ischt uja Wissaschaft!

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Illustration zu De nui Zeit

Interpretation

Das Gedicht "De nui Zeit" von Michel Buck beschreibt den Wandel der Natur und des Lebens im Wald im Laufe der Jahreszeiten. Im ersten Abschnitt wird eine idyllische Szene dargestellt, in der der Wald voller Leben und Vogelgesang ist. Im zweiten Abschnitt wird der Kontrast zur jetzigen Zeit betont, in der der Wald kahl und still ist, und alles schwer und träge erscheint. Im dritten Abschnitt wird darauf hingewiesen, dass der Wald nun freier und offener ist, da die Bäume ihre Blätter verloren haben. Der Weiher und jeder Fleck sind nun sichtbar. Im letzten Abschnitt wird die Notwendigkeit betont, dass der Wald nun ruhen und Kraft sammeln soll, um im nächsten Jahr wieder aufblühen zu können. Die Wissenschaft wird als treibende Kraft hinter diesem Prozess genannt. Insgesamt vermittelt das Gedicht eine melancholische Stimmung, die den Wechsel der Jahreszeiten und den Kreislauf des Lebens im Wald zum Ausdruck bringt. Es erinnert daran, dass alles seine Zeit hat und dass auch die Ruhe und Erneuerung wichtig sind, um neues Leben entstehen zu lassen.

Schlüsselwörter

hot jeatz ischt grad eaba wäldele landstroß grüant

Wortwolke

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Stilmittel

Alliteration
Hot ussam Busch am Häldele
Bildsprache
Und a'glau sei der Weiher / Und a'bout jeder Fleack
Enjambement
Ma' sait jeatz sei as freier, / Seitdeam der Wald sei weag
Hyperbel
Ällz soll se nu' rentiara / Und schaffa Geald und Kraft
Kontrast
Jeatz aber isch as anderescht, / Sind Laub und Gsang verbei
Metapher
Ischt älles gro wia Blei
Personifikation
Der Wald sei sei freier