David und Goliath
1813Diesen Riesen zu töten, war leicht für den mutigen Hirten, Welcher, im Schleudern geschickt, sicher versandte den Stein. Schwerer fand er es schon, den Toten des Haupts zu berauben, Doch es gelang ihm zuletzt durch den verdoppelten Streich. Aber dem letzten erliegt er, er soll es dem König ja bringen, Und nun schleppt er sich tot an der gewaltigen Last.
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Interpretation
Das Gedicht "David und Goliath" von Friedrich Hebbel erzählt die biblische Geschichte des jungen Hirten David, der den riesigen Philisterkrieger Goliath mit einem geschickt geworfenen Stein besiegt. Der erste Vers beschreibt Davids Mut und Geschicklichkeit im Umgang mit der Schleuder, die es ihm ermöglicht, den scheinbar unbesiegbaren Goliath zu töten. Im zweiten Vers wird die Schwierigkeit geschildert, die David hat, als er dem toten Goliath den Kopf abschlägt. Obwohl dies eine anstrengende und grausame Aufgabe ist, gelingt es David schließlich durch einen kräftigen Schlag. Dies verdeutlicht die Brutalität und den körperlichen Einsatz, die mit dem Sieg über Goliath einhergehen. Der letzte Vers zeigt die Konsequenzen von Davids Sieg. Er schleppt sich, selbst verletzt und erschöpft, mit dem riesigen Kopf Goliaths zum König, um ihm den Beweis seines Triumphes zu bringen. Der Vers deutet an, dass David durch die immense Last des Kopfes zu Boden geht oder sogar stirbt. Dies unterstreicht die hohen Kosten, die der Sieg über Goliath für David mit sich bringt, und lässt den Leser über die wahre Natur des Triumphs nachdenken.
Schlüsselwörter
Wortwolke

Stilmittel
- Alliteration
- Schwerer fand er es schon, den Toten des Haupts zu berauben
- Hyperbel
- Und nun schleppt er sich tot an der gewaltigen Last
- Metapher
- Diesen Riesen zu töten, war leicht für den mutigen Hirten