Daß Gott gekreuzigt wird...

Angelus Silesius

1640

Daß Gott gekreuzigt wird, daß man ihn kann verwunden! Daß er die Schmach verträgt, die man ihm angetan! Daß er solche Angst aussteht! und daß er sterben kann! Verwundre dich nicht! die Liebe hat′s erfunden!

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Interpretation

Das Gedicht "Daß Gott gekreuzigt wird..." von Angelus Silesius thematisiert das Leiden und den Tod Jesu Christi am Kreuz. Der Dichter beschreibt, wie Gott gekreuzigt und verwundet wird, wie er die Schmach und die Angst erträgt und sterben kann. Diese Darstellung des Leidens Jesu soll den Leser zum Staunen bringen und zum Nachdenken über die Liebe Gottes anregen. Die letzten beiden Zeilen des Gedichts geben einen Hinweis auf die tiefere Bedeutung des Leidens Jesu. Silesius schreibt, dass die Liebe es ist, die dieses Leiden erfunden hat. Damit meint er, dass Gott aus Liebe zu den Menschen bereit war, am Kreuz zu leiden und zu sterben. Das Leiden Jesu wird als Ausdruck der Liebe Gottes verstanden, die bereit ist, alles zu ertragen, um die Menschen zu erlösen. Das Gedicht von Angelus Silesius ist ein Beispiel für die mystische Dichtung des Barock. Es beschreibt das Leiden Jesu auf eine sehr emotionale und zugleich philosophische Weise. Durch die Betonung der Liebe Gottes als Grund für das Leiden Jesu wird das Gedicht zu einer Aufforderung an den Leser, über die Bedeutung des Kreuzes und die Liebe Gottes nachzudenken.

Schlüsselwörter

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Stilmittel

Anapher
Daß Gott gekreuzigt wird, daß man ihn kann verwunden! Dass er die Schmach verträgt, die man ihm angetan! Dass er solche Angst aussteht! und daß er sterben kann!
Personifikation
die Liebe hat's erfunden!
Rhetorische Frage
Verwundre dich nicht!